Deshalb sind Avocados nicht vegan

Avocados sind gesund und reich an ungesättigten Fettsäuren. Vor allem bei all jenen, die auf tierische Produkte verzichten, sind sie besonders beliebt - bisher!
Veganer aufgepasst! Diese Frucht ist eigentlich gar nicht vegan: Zwar ist die Avocado reich an ungesättigten Fettsäuren und Kalium, allerdings sind an ihrer Entstehung gewisse Tiere nicht ganz unbeteiligt - die dafür auch noch ausgebeutet werden.

Zu dieser doch überraschenden Erkenntnis gelangte man jetzt in der Wissenschaftssendung „QI" des britischen Senders BBC. In der letzten Folge der TV-Quizsendung wurde den Kandidaten die Frage gestellt, welche Lebensmittel für strikte Veganer in Frage kämen, ohne dass dafür Tiere leiden müssen.

Zur Wahl standen dabei neben Avocados auch Kiwis, Melonen, Butternuss-Kürbisse und Mandeln. Dann die große Überraschung des Abends: ein hundertprozentiger Veganer dürfe eigentlich keines der genannten Nahrungsmittel zu sich nehmen.

Bienen zur Bestäubung missbraucht

Die Begründung von Moderatorin Sandi Toksvig: Für alle diese pflanzlichen Lebensmittel würden Tiere ausgebeutet. Konkret: Bienen!

CommentCreated with Sketch.4 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. „Das ist dasselbe wie beim Honig", erklärte sie. Bienen würden für die Zucht dieser Pflanzen auf „unnatürliche Weise" benutzt. „Weil die Pflanzen schwer zu kultivieren sind, müssen Bienen auf Lastern weite Wege durchs Land gefahren werden." Die Völker schwärmen dann zur Bestäubung aus, werden danach wieder in Kisten verstaut und weiter zu den nächsten Feldern transportiert.

Dasselbe gelte, übrigens auch für Gurken, Kirschen, Brokkoli und Salat.

Ausbeutung der Bienen

Tatsächlich schlagen Tierschutzorganisationen bezüglich der Insekten Alarm: In der Honigindustrie werden Bienen Opfer von unnatürlichen Lebensbedingungen, genetischer Manipulation und stressvollen Transporten, heißt es etwa bei PETA. Um das natürliche Schwärmen zu verhindern, werden die Bienenstöcke oftmals manipuliert oder sogar die Flügel der Bienenköniginnen gestutzt – somit sind die Königinnen samt Schwarm an das vom Menschen bereitgestellte „Zuhause" gebunden.

Es gibt aber Alternativen: Beim Kauf einfach darauf achten, woher die Frucht oder das entsprechende Lebensmittel stammt! (kiky)

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