Handy-GPS fiel aus, Urlauber per Heli vom Berg gerettet

Der Polizeihubschrauber war am Wochenende am Traunstein wieder im Einsatz.
Der Polizeihubschrauber war am Wochenende am Traunstein wieder im Einsatz.Symbolbild/Matthias Lauber
Am Traunstein verlor eine deutsches Bergsteiger-Duo am Sonntag die Orientierung, die beide mussten per Heli gerettet werden.

Das schöne Wetter lockte am Wochenende wieder viele Menschen in die Berge. Eine 32-jährige Deutsche und ihr gleichaltriger Begleiter unternahmen eine Bergtour auf den Traunstein in Gmunden. Die Bergsteiger stiegen über den Naturfreundesteig auf das Gipfelplateau des Traunstein und legten in der Gmundnerhütte eine Pause ein.

Da die Zeit bereits vorangeschritten war, begab sich das Paar nach der Rast ohne Gipfelsieg in den Abstieg. Das Problem: Sie wählten dazu den Zierlersteig und der ist nicht markiert. Der auf der Nordseite des Berges verlaufende Steig wird zudem selbst von erfahrenen Alpinisten vorwiegend im Aufstieg begangen.

Aus Angst umgekehr

Zum Abstieg über diese Route ließen sich die beiden mittels GPS-Track am Handy leiten und stiegen so etwa 200 Höhenmeter in den Zierlergraben ab. Da dieser Steig mehrere Felsstufen aufweist, die durchklettert werden müssen, traute sich das Paar schließlich nicht mehr weiter absteigen, kehrte um und stieg wieder Richtung Traunsteinplateau auf.

Weil ein Unglück selten alleine kommt, kam es beim Aufstieg zu Verbindungsproblemen mit dem Handy, die beiden konnten deshalb die Karte und auch den GPS-Track nicht mehr abrufen. Das Paar versuchte noch selbstständig den Rückweg zu finden, geriet jedoch immer mehr in wegloses, abschüssiges Gelände und kam schließlich weder vor noch zurück.

Notruf abgesetzt

Gegen 17 Uhr setzten sie dann über den Alpin-Notruf 140 ein Hilferuf ab. Die Bergrettung Gmunden, der Polizeihubschrauber Libelle OÖ und die Alpinpolizei Gmunden wurden alarmiert. Nach einem Suchflug des Polizeihubschraubers konnten die Alpinisten lokalisiert werden.

Anschließend wurden sie mit einem 20 Meter langen Fixtau vom Hubschrauber aus ihrer misslichen Lage gerettet und ins Tal geflogen.

Wanderin stürzte ab

Bereits am Mittwoch kam es am Großen Höllkogel in Ebensee am Traunsee (Bez. Gmunden) zu einem Einsatz der Bergretter. Eine 52-jährige Niederösterreicherin war gemeinsam mit ihrem 69-jährigen Lebensgefährten dort auf eine Bergtour aufgebrochen. Die Bergsteiger stiegen vom Feuerkogel zum Großen Höllkogel auf. Nach einer kurzen Rast am Gipfel begab sich das Paar in den Abstieg.

Dabei stolperte die 52-Jährige gegen 12:35 Uhr in der so genannten Höllkogelgrube und stürzte etwa drei Meter ab. Sie wurde unbestimmten Grades verletzt und musste vom Notarzthubschrauber Christophorus 6 aus Salzburg gerettet und ins Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck geflogen.

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