Unfassbares förderte ein "Transit" betiteltes Dokument zutage: Der Vertrag zwischen Deutscher Telekom und dem Bundesnachrichtendienst (BND), dass Telefon-, Mail-, Konto- und Internetdaten aus Österreich sowie über 30 weiteren Staaten systematisch abgesaugt und gesammelt wurden. Die Telekom soll diese Daten gesammelt dem BND übermittelt haben, der in der Causa eng mit der NSA zusammenarbeitet. Was den Spionen unsere Daten wert waren? 6.500 Euro im Monat.
Unfassbares förderte ein "Transit" betiteltes Dokument zutage: ein Vertrag zwischen Deutscher Telekom und dem Bundesnachrichtendienst (BND), der beinhaltet, dass Telefon-, Mail-, Konto- und Internetdaten aus Österreich sowie über 30 weiteren Staaten systematisch abgesaugt und gesammelt werden. Die Telekom soll diese Daten gesammelt dem BND übermittelt haben, der in der Causa eng mit der NSA zusammenarbeitet. Was den Spionen unsere Daten wert waren? 6.500 Euro im Monat.
"Der Auftraggeber beabsichtigt im Rahmen seiner Aufgabenstellung (...) kabelgestützte leitungs- und paketvermittelte Fernmeldeverkehre, die ihren Ursprung und ihr Ziel nicht in der Beundesrepublik Deutschland haben ("Transit") aufzuklären", wird gleich zu Beginn des Vertrags festgehalten. Später heißt es: "Die Abgeltung (...) erfolgt mittels einer Monatspauschale, deren Höhe auf 6.500 Euro (...) festgelegt wird."
Angela Merkel wusste von Vertrag
Eigentlich wollte der Grüne Peter Pilz am Dienstag in Berlin auf die Details des siebenseitigen Vertrags eingehen. Bereits am Montag hat ihn jedoch . Im Detail soll die Telekom dem BND Zugang zu den Transferdatenleitungen von Wien, Rom und Moskau über den Knoten Frankfurt gewährt haben. Pikant: Eine Kopie des Vertrags soll sich auch in der Schublade der deutschen Kanzlerin Angela Merkel befinden.
"Ausspähen unter Freunden"
Gleichzeitig mit dem BND soll auch die NSA Zugang zu den Daten bekommen haben, da beide in einer eigens dafür eingerichteten Gruppe in Bayern kooperierten. "Mehr zu Österreich und zu zehn weiteren Leitungen morgen in Berlin", erklärte der Grüne Sicherheitssprecher am Montag auf Twitter. Titel der Veranstaltung: "Ausspähen unter Freunden". Pilz bezweifelt nämlich stark, dass beim österreichischen Verfassungsschutz niemand von der Ausspähung gewusst habe.