Millionen Ukrainer mussten vor Putins Bomben fliehen, ungefähr gleich viele verloren durch die Raketen ihre Wohnungen. Ganze Großstädte wie Mariupol wurden dem Erdbeben gleichgemacht, tausende Zivilsten wurden – teilweise sogar bei Fluchtversuchen – getötet.
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Wer Glück hatte, konnte über die Grenze fliehen und nun bei Verwandten oder in Nachbarländern unterkommen. Diese stoßen zunehmend an ihre Grenzen, Flüchtende weichen weiter nach Westen aus. Rund 42.000 sollen sicher bisher vorerst in Österreich niedergelassen haben, in Deutschland sollen es über 200.000 sein.
Sie kommen in Unterkünften, Hotels oder Privatleuten unter. Schon früh mehrten sich aber Berichte, dass sich an den Ankunftsbahnhöfen zwielichtige Personen herumtreiben. Ukrainische Flüchtlinge sind deswegen angewiesen, sich nur an offizielle Kontaktpersonen und Organisationen zu wenden, wenn sie ein Dach über den Kopf brauchen.
Über private Vermittlung kam auch eine 25-Jährige Ukrainerin mit ihrem sechs Jahre alten Sohn bei einem 43-Jährigen aus Herne (Nordrhein-Westfalen) unter. Jener Unterkunftsgeber sitzt nun in Untersuchungshaft, wie die Staatsanwaltschaft "Spiegel Online" bestätigt.
Der nicht einschlägig Vorbestrafte wurde bereits vor zwei Wochen festgenommen. Er soll die 25-Jährige in seiner Wohnung sexuell missbraucht haben. Der jungen Frau sei es gelungen, Angehörige per Mobiltelefon zu informieren. Diese wiederum informierten die Polizei.
Die Ermittlungen dauern noch an. Alleine in NRW ist es aber der zweite bekanntgewordene Vergewaltigungsfall an einer geflüchteten Person. In Düsseldorf soll eine 18-Jährige auf einem Hotelschiff missbraucht worden sein.