Kommt Atommüll-Endlager an Grenze zu OÖ?

Unechte "Atommüll-Fässer" während einer Demo in Niedersachsen. Deutschland überlegt derzeit, wo eine neue Deponie entstehen soll.
Unechte "Atommüll-Fässer" während einer Demo in Niedersachsen. Deutschland überlegt derzeit, wo eine neue Deponie entstehen soll.Picturedesk
Deutschland sucht ein neues Endlager für Atommüll. Eine Region, die die Voraussetzungen dafür erfüllt, ist Passau direkt an der Grenze zu OÖ.

Ein Atommüll-Endlager direkt an der Grenze zu Österreich? Das könnte passieren. Die deutsche Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) hat jetzt jene Regionen definiert, in denen die geologischen Voraussetzungen für so eine Lagerung gegeben sind. 

90 Gebiete wurden dabei ausgewählt. Laut BGE wird das Endlager unterirdisch entstehen. Das Material, das dafür benötigt wird, ist entweder Salz, Ton oder Kristallin (v.a. Granit). Granit und Steinsalz gibt es zur Genüge in Bayern. 

In diesen Gebieten ist ein Atommüll-Endlager nach einer Prüfung möglich.
In diesen Gebieten ist ein Atommüll-Endlager nach einer Prüfung möglich.dpa

Deshalb ist eine der "auserkorenen" Regionen das Gebiet Passau direkt an der Grenze zu Oberösterreich. Die bayerische Landesregierung hat schon im Vorfeld versucht, sich aus dem Rennen zu nehmen, indem man den Suchprozess anzweifelte. Argument: Der Untergrund in Bayern sei nicht geeignet. Vergebens. Bayern ist noch immer auf der Liste.

Das ist der Zeitplan

Spannend wird es in den kommenden Jahren. Da werden aus den 90 Teilgebieten so genannte Standortregionen ausgewählt. Diese werden dann genauer auf ihre Eignung untersucht.

Bis zum Jahr 2031 soll der Standort dann gefunden sein. Ab 2050 sollen 1.900 Behälter mit strahlendem Abfall unterirdisch eingelagert werden. Übrigens: In Deutschland wird 2022 das letzte Atomkraftwerk planmäßig abgeschaltet.

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