Coronavirus

Deutschland will Lockdown bis Februar verlängern

Obwohl die Zahlen in Deutschland besser sind als jene in Österreich will man den Lockdown um mehrere Wochen verlängern.

Leo Stempfl
Teilen
Silvester in Hannover
Silvester in Hannover
Moritz Frankenberg / dpa / picturedesk.com

Wie bei uns ist auch in Deutschland über den Jahreswechsel ein harter Lockdown in Kraft. Dieser sollte am 10. Jänner enden, doch immer mehr Bundesländer sprechen sich für eine Verlängerung um mehrere Wochen aus. Im Raum steht der 31. Jänner, die "Bild" spricht von "Anfang Februar".

Begründet wird das mit den immer noch zu hohen Zahlen. Nur so wäre es möglich, ein erneutes Ansteigen nach Lockerung der Maßnahmen zu verhindern. Mit einer 7-Tages-Inzidenz von 141 steht man allerdings ein Stück besser da als Österreich, wo es im Durchschnitt 160 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner im Wochenschnitt gibt.

Spahn: "notwendig, Maßnahmen zu verlängern"

Auch die Zahl der täglichen Todesfälle war zuletzt mit 336 auf rund 80 Millionen Einwohner deutlich niedriger als jene in Österreich (37). "Angesichts der immer noch zu hohen Zahlen ist es notwendig, die Maßnahmen, die Einschränkungen, zu verlängern", sagte deswegen der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn in "RTL Aktuell".

1/30
Gehe zur Galerie
    Schwarzenbergplatz, Oper, Kärntner Straße, Heldenplatz, Mariahilferstraße - so leer sind die Straßen Wiens im dritten "harten" Lockdown.
    Schwarzenbergplatz, Oper, Kärntner Straße, Heldenplatz, Mariahilferstraße - so leer sind die Straßen Wiens im dritten "harten" Lockdown.
    video3

    "Das ist besser, als zu früh zu lockern und dann möglicherweise in einigen Wochen schon wieder vor möglichen schwierigen Fragen zu stehen." Unterstützung bekommt der Minister Berichten zufolge von mehreren Bundesländern wie Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen. Diese sind aktuell besonders schwer getroffen, in Sachsen etwa müssen mancherorts bereits Leichen in Kühlcontainern gelagert werden. 

    Uneins ist man sich noch in der Frage, wie es in Schulen und Kindergärten weitergehen soll. "Aber auch da gilt: Es ist für alle leichter, jetzt eine Woche länger die Schulen zu zu haben, als sie aufzumachen und dann irgendwann in einigen Wochen wieder vor Debatten zu stehen", so Gesundheitsminister Spahn.