Dieser Stecker zündet den Tempo-Turbo bei Kabeln

Netzwerktechnik-Hersteller devolo hat etwas Neues parat: Wer lieber auf Kabelverbindungen als WLAN setzt, bekommt mit dem Magic 2 LAN triple einen Turbo.
Zwar drängen immer mehr Geräte auch in Österreich in den WLAN-Bereich, allerdings sorgt das auch für Probleme. Wächst in Haushalten die Zahl der oft gleichzeitig genutzten WLAN-Geräte, leidet darunter die Stabilität und Geschwindigkeit des Netzes. Und besonders Daten-hungrige Empfänger wie Fernseher und Spielkonsolen ruckeln dann vor sich hin.

Der deutsche Netzwerktechnik-Hersteller devolo hat zuletzt mit der Magic-2-Serie für viel Aufsehen im WLAN-Bereich gesorgt. Die neuen Adapter spannen im Zuhause ein WiFi-Netz, das Datenraten bis zu 2.400 Mbit/s ermöglicht und dabei eine besonders große Reichweite zeigt. Das dadurch, weil das Netzwerk über die Stromleitungen im Heim gespannt wird. Dadurch steigt die Reichweite auf bis zu 500 Meter.

Mauern und Wände bremsen nicht mehr

Nun legt devolo ein neues Produkt für jene nach, die am Ende des Netzwerks lieber eine Kabel- als eine WLAN-Verbindung möchten. Der devolo Magic 2 LAN triple wird wie sein WiFi-Pendant einfach in eine freie Steckdose gesteckt und bietet selbst einen Steckdosenplatz an, damit der Anschluss nicht verloren geht. Statt ein WLAN aufzubauen finden sich am Adapter aber drei Gigabit-LAN-Ports, die Daten ebenfalls mit bis zu 2.400 Mbit/s durch die angeschlossenen Kabel ins Endgerät "jagen".



CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Anwendungsbeispiel für den Magic-2-LAN-Adapter.

Neben der hohen Geschwindigkeit bietet der Adapter im Test einen weiteren Vorteil: Es ist kein Switch mehr notwendig, denn auch hier wird das Internetsignal direkt über die Stromleitungen übertragen und dadurch nicht von Mauern oder Wänden gebremst. Vereinfacht gesagt: Liegen der Internet-Router und die zwei Räume, in denen Internet-fähige Geräte ans Kabel sollen, noch so weit auseinander, mit je einem Stecker pro Raum sind die Geräte ohne Zusatzgadgets schnellstens mit dem Netz versorgt.

Stecker verbinden sich automatisch miteinander

Der devolo Magic 2 LAN triple nutzt dazu G.hn. Der neue Standard sorgt für höhere erreichbare Geschwindigkeiten und eine höhere Reichweite als bisherige Lösungen. Doch weg vom Fachsimpeln: Was den Nutzer freuen wird, ist die leichte Inbetriebnahme des LAN-Adapters. Ein Adapter wird mit dem Router verbunden und in eine Steckdose gesteckt, ein zweiter (dritter oder vierter) an eine Steckdose in einem anderen Raum gehängt und mit je bis zu drei Endgeräten verkabelt. Sie verbinden sich dann automatisch miteinander und übernehmen ebenso selbst die Sicherheitseinstellungen des Routers.

Wer weitere Einstellungen vornehmen will, kann das über die übersichtliche devolo Cockpit-Seite machen. Ist auch noch ein WiFi-Adapter im Einsatz, lässt sich das Netzwerk zudem über die devolo Home Network-App steuern. Ein Manko gibt es allerdings für Nutzer älterer devolo-Lösungen. Sie können die neuen Magic-2-Geräte nicht einfach in ihr Netzwerk integrieren, denn Magic- und dLAN-Lösungen können nur parallel verwendet werden. Empfohlen ist aber auch das nicht, weil sie sich sogar gegenseitig beeinträchtigen können. Wer also in seinem Zuhause von dLAN auf Magic umsteigen will, muss sich bei der Hardware neu ausrüsten.

Schnell, stabil und zum fairen Preis

Im Test zeigte die neue Kabel-Lösung von devolo weit stabilere und schnellere Ergebnisse als unser bisher verwendete WLAN-Lösung – und zwei Repeater wurden mit dem Umstieg auf Kabelverbindungen obsolet. Auch preislich weiß der Tempo-Turbo zu gefallen. Einzeln betrachtet wirken der devolo Magic 2 LAN triple Starter Kit samt Hauptteil und Adapter oder nur der Adapter um 79,90 Euro teuer, weitere Hardware ist aber nicht mehr nötig. Da kommt man bei WLAN-Adaptern in ähnlicher Qualität bei großen Umgebungen schnell auf das Doppelte.

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