Die sechs besten Tipps von Marie Kondo

Die Netflix-Serie um Marie Kondo und ihre Aufräumtechnik hat großes Aufsehen erregt. Wir zeigen die sechs wichtigsten Tipps des Ordnungsprofis.

Viele von uns haben durch die "Gilmore Girls" das erste Mal von Marie Kondo gehört. In der Miniserie "Ein neues Jahr", die Ende 2016 auf Netflix veröffentlicht wurde, nutzt Emily Gilmore die Aufräumtechnik von Marie Kondo – und endet in Jeans und T-Shirt, weil sie alles andere entsorgt hat.

Das ist eine sehr vereinfachte Interpretation von Marie Kondos Art, aufzuräumen. Detaillierter beschrieben werden ihre Methoden in ihrer eigenen Netflix-Serie "Aufräumen mit Marie Kondo", die Anfang des Jahres veröffentlicht wurde. Das Konzept ist dabei immer das gleiche: Marie Kondo besucht eine Familie, wird ob des Chaos ganz aufgeregt und erklärt den Bewohnern, wie sie besser Ordnung halten können.

Mit etwas Abstand zum Aufräum-Hype haben wir uns die sechs wichtigsten Tipps abgeschaut.

Die KonMari-Methode

Ein wichtiger Teil von Marie Kondos Methode ist das unterteilen in Kategorien. Sie sollten das Aufräumen also in verschiedene Bereiche unterteilen: Kleider, Bücher, Dokumente, Komono (verschiedenes) und Dinge mit sentimentalem Wert. Sie empfiehlt auch, das Aufräumen in genau dieser Reihenfolge anzugehen.

Komono wird als Sammelbegriff verwendet, das sind beispielsweise Küchengeräte und Geschirr, Spielzeug, Dinge in der Garage und Zeugs im Badezimmer.

1. Alles auf einen Haufen

Marie Kondo empfiehlt, alles, was aufgeräumt werden muss, in der Mitte des Zimmers zu einem großen Haufen zu stapeln. Das hat gleich zwei Vorteile: Einerseits gewinnen Sie so den Überblick über Ihr Zeugs, andrerseits werden Sie dazu gezwungen, das mit dem Aufräumen auch wirklich durchzuziehen – oder halt mit einem Kleiderberg im Zimmer zu leben.

Gerade bei Kleidung sehen Sie so vielleicht auch, welche Teile ganz hinten im Kleiderschrank verloren gingen und was Sie schon seit Monaten nicht mehr getragen oder benutzt haben.

2. Alles, was glücklich macht

Ein wichtiger Teil der KonMari-Methode ist die Frage: "Macht dich dieses Ding glücklich?" In jeder Kategorie sollten Sie jedes Teil in die Hand nehmen und sich diese Frage stellen. Angefangen bei Kleidung lernen Sie so, wie sich dieses Glücksgefühl anfühlen sollte – und wenn Sie dann bei Dingen ankommen, die schwerer auszusortieren sind (beispielsweise Erinnerungsstücke), dann sind Sie sich sehr schnell sicher, was Sie behalten wollen.

Natürlich gibt es Dinge, die uns nicht per se glücklich machen, aber trotzdem notwendig sind. Danken Sie diesen Gegenständen für die Dienste, die Sie Ihnen leisten – und vielleicht macht es Sie ja dann doch ein bisschen glücklich.

3. Aufstellen statt aufhängen

Ebenfalls entscheidend für KonMari: die Lagerung der Dinge, die Sie nach dem Aussortieren behalten. Laut dieser Methode braucht jedes Teil in der Wohnung einen festen Platz, an den es immer wieder zurückkehrt.

Im Kleiderschrank vertritt Marie Kondo ein Anti-Aufhäng-Prinzip. Bei ihr wird alles gefaltet und dann in Schubladen "gestellt", so haben Sie beim Öffnen der Schublade sofort eine Übersicht über all Ihre Besitztümer und müssen keine schön gefalteten Stapel kippen, nur um an das unterste T-Shirt zu kommen.

4. Kleine Boxen

Ein sehr einfacher Trick von Marie Kondo sind kleine Boxen. Wer kleine Boxen in größere Schubladen packt, der hat automatisch mehr Ordnung. Das eignet sich speziell für Küchenschubladen (Besteck-Einsätze, aber auch für die beliebte Gerümpel-Schublade), aber auch für Socken und Unterwäsche im Kleiderschrank oder Büromaterialien.

5. Nach Größe sortieren

Dinge, die nicht so in Schubladen gepackt werden können, dass Sie sofort die Übersicht haben, sollen laut Marie Kondo nach Größe sortiert werden – so wissen Sie zumindest immer, wo Sie suchen müssen. Und das ist der wichtigste Teil der KonMari-Methode: Alles hat seinen Platz. Wenn alles immer wieder an seinen Platz zurückkehrt, dann entsteht gar nicht erst ein richtiges Chaos.

6. Ruhzeiten gönnen

Und was, wenn man mal wirklich gar keinen Bock hat? Das ist auch kein Problem: Die Aufräumkönigin selbst sagt: "Wenn es zu viel wird, gehen Sie einfach ins Bett. Machen Sie morgen weiter."

Aufräumen und Ausrümpeln ist ein Prozess und muss nicht sofort fertig sein. Übrigens: Jede Episode ihrer Netflix-Sendung wird während eines ganzen Monats gedreht – und nicht an einem Wochenende. (20 Minuten)

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(rfr)

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