Die C-Klasse zeigt, warum sie ein Bestseller ist

So richtig bequem gleitet man mit der neuen C-Klasse über die Straße. Kein Wunder, dass sie so beliebt ist.

Mercedes verpasste seiner C-Klasse ein umfangreiches Update, überarbeitete die Fahrzeugfront, Scheinwerfer und Rückleuchten. Auch die elektronische Architektur ist neu und macht das Fahrerlebnis so noch angenehmer.

Wir fuhren einen C 220 d 4Matic, also den allradangetriebenen 2-Liter-Diesel, der 194 PS und starke 400 Nm Drehmoment liefert. Der startet bei 50.840 Euro. Doch zahlreiche Extras steigern den Preis unseres Fahrzeugs auf 65.520 Euro – mit knapp 5.000 Euro schlagen sich dabei alleine die Ausstattungslinie AMG Line und mit fast 2.000 Euro das Advantage-Paket (u.a. 10,25 Zoll Media Display) zu Buche. Für etwa 1.000 Euro gibt es die Metallic-Lackierung in Obsidian-Schwarz und um 1.200 Euro 19 Zoll Leichtmetallräder.

Die C-Klasse verfügt jetzt über Assistenzsysteme auf dem Stand der S-Klasse, verspricht Mercedes. Überraschenderweise sind in unserem Testwagen aber so gut wie keine verbaut, was dann bei dem Preis schon ein bisschen verwundert. Es gibt zwar einen (aufpreispflichtigen) Toten-Winkel-Warner aber keinen Spurhalteassistenten, keinen adaptiven Tempomaten, keinen Fernlichtassistenten.

Angenehm unterwegs

Das ist auch deshalb schade, weil diese Dinge das ohnehin schon höchst angenehme Reisen noch entspannter machen würden. Die Sitze sind bequem, die Federung sanft ohne zu schwimmen, das Fahrwerk und damit die Kurvenlage toll. Und der Durchzug beim Beschleunigen beeindruckt, weil der Motor auch dank des 9-Gang-Tronic-Automatikgetriebes zielstrebig und ohne "Löcher" nach oben zieht. Auch wenn 6,9 Sekunden für den Sprint auf Tempo 100 natürlich nichts mit Sportwagen-Sphären zu tun haben.

Aber es handelt sich ja auch um eine C-Klasse, die dank guter Beinfreiheit hinten (2,82 Meter Radstand bei 4,69 Meter Länge) und 435 Liter Kofferrauminhalt vor allem auf ausdauernden Alltagsbetrieb ausgelegt ist. Aber mit dieser Motorisierung geht schon was weiter und das Fahren macht, wie gesagt, Spaß.

Praktischer Innenraum

Im Innenraum gefällt uns auch das (optionale) volldigitale Display und das bereits angesprochene extrabreite Display des Infotainment-Systems. Das besticht durch hochauflösende, ansprechende 3D-Grafik beim Navi. Besonders praktisch: Das Infotainment-System kann auch direkt vom Lenkrad gesteuert werden, man muss nicht den Drehschalter in der Mittelkonsole verwenden. Dort herrscht übrigens viel Freiraum, da kein Ganghebel im Weg ist – geschalten wird ganz klassisch mit einem Hebel hinter dem Lenkrad.

Natürlich gibt es aber auch noch viele weitere Möglichkeiten, seine C-Klasse zum Wohlfühltempel zu machen, etwa mit optionaler Sitzmassage oder Ambientelicht.

Unterm Strich überrascht es also nicht, dass die C-Klasse seit zehn Jahren das volumenstärkste Modell von Mercedes ist: Seit 2015 werden weltweit jedes Jahr mehr als 400.000 Stück verkauft.

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