Die Cookinseln wollen nicht mehr die Erinnerung an den britischen Seefahrer und Entdecker James Cook, sondern mehr Gewicht auf die älteste Erbschaft des Landes legen.
Der neue Name soll eine alte Tradition aufwerten, so Vize-Premier Mark Brown, der eine Umbenennung unterstützt. Er solle Kulturerbe der Insel sein. Deswegen wolle man hier auch die ursprüngliche Landessprache integrieren. Bereits 1994 gab es eine erste Diskussion um eine Namensänderung. Damals wurde der vorgeschlagene Name "Avaiki Nui" in einem Referendum mit großer Mehrheit abgelehnt.
Die Cookinseln haben eine bewegte Geschichte. Zwischen 1888 und 1900 stand die Inselgruppe unter britischer Obhut. Dann gehörten sie zu Neuseeland. Seit 1965 sind sie unabhängig. Aber auch nach der Autonomie blieb der Inselstaat politisch eng mit Neuseeland verbunden. Die 15 Inseln liegen etwa 3.000 Kilometer nordöstlich von Neuseeland. (GA)