Der ÖAMTC befragte 1.200 Mitglieder, welche Dinge auf Autobahnen und Schnellstraßen stören und rücksichtsloses Verhalten fördern. Mehr als die Hälfte (53 Prozent) empfindet andere Lenker als rücksichtslos.
Der ÖAMTC befragte 1.200 Mitglieder, welche Dinge auf Autobahnen und Schnellstraßen stören und rücksichtsloses Verhalten fördern. Denn der Großteil der beruflichen sowie der privaten Fahrten auf Autobahnen (70 Prozent bzw. 60 Prozent) findet zur Stoßzeit zwischen 16 und 19 Uhr statt. Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte (53 Prozent) empfindet andere Lenker als rücksichtslos.
Die Auswertung zeigt, dass sich sowohl Vielfahrer (71 Prozent) als auch Menschen, die selten mit dem Auto fahren (65 Prozent), von abgelenkten und zögerlichen Lenkern genervt fühlen. Dies liegt wohl vermutlich daran, erklärt ÖAMTC-Verkehrspsychologin Marion Seidenberger, dass solche Autofahrer aufgrund ihres unsicheren und auffälligen Fahrverhaltens für andere schwer einschätzbar sind. Ihretwegen müssen andere Verkehrsteilnehmer beinahe doppelt so aktiv und ausgleichend unterwegs sein, um gefährliche Situationen zu vermeiden.
Seltenlenker, wie sie vom Verkehrsclub genannt werden, haben auf Autobahnen eher Probleme mit unübersichtlichen Beschilderungen und schmalen Fahrspuren, und stufen diese als Auslöser für rücksichtsloses Verhalten ein.
Zeitdruck kein Problem
Interessanterweise scheint Zeitdruck kein Auslöser für mangelnde Rücksicht zu sein: 80 Prozent der Befragten gaben an, meist genügend Zeit zu haben, um stressfrei ans Ziel zu kommen. 55 Prozent der Lenker sagten jedoch, dass sie bei Zeitmangel ungeduldiger mit anderen Verkehrsteilnehmern sind.