Die Liebe der Politiker zu Panda, Pinguin und Pferd

Politiker präsentieren sich gerne als Tierpaten. "Heute" weiß, welcher Spitzenpolitiker aktuell welches Tier unterstützt. Erfahren Sie mehr!

Fototauglich und unverfänglich ist die Liebe zum Tier auch in der Politik gut einzusetzen. Vor allem Patenschaften zu Zoo-Tieren werden von Spitzenpolitikern gerne übernommen. In Österreichs größtem Zoo, dem Tiergarten Schönbrunn, finden sich allerlei Polit-Promis unter den Paten.

Vizekanzler Reinhold Mitterlehner (VP) ist "Patenonkel" des Großen Pandas. Der beliebte schwarz-weiße Bär zählt aber noch einen weiteren Polit-Promi als seinen Unterstützer: Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel, der als Ehrenpate des Pandas ausgewiesen wird.

Mit Umweltminister Andrä Rupprechter(VP) findet sich ein weiteres Regierungsmitglied unter den Schönbrunner Tierpaten: Der gebürtige Tiroler kümmert sich – wie passend – um "Heidi", ein Tux-Zillertaler-Rind am Tirolerhof des Tiergartens. 2014 übernahm Rupprechter eine weitere Patenschaft einer vom Aussterben bedrohten Haustierrasse, und zwar des Pustertaler Sprinzen.

Auch der Wiener Bürgermeister Michael Häupl (SP) macht keinen Hehl um seine Liebe zum Tier: Der studierte Biologe ist in Schönbrunn Pate von "Schurli", einer Seychellen-Riesenschildkröte. Die Tierart dürfte ihn begeistern: Denn Häupl ist auch Pate der Meeresschildkröte im Wiener Haus des Meeres, die liebevoll "Puppi" genannt wird.

Manche Patenschaften passen perfekt: So unterstützt das Österreichische Bundesheer die Panzernashörner im Tiergarten Schönbrunn. Apropos Dickhäuter: Ex-Sozialminister Hundstorfer (SP) wählte eins die Schönbrunner Elefanten zu seinen Patentieren, mit der Begründung: "Elefanten haben eine dicke Haut, das ist auch für Politiker ein Vorteil."

Ob auch andere, aktuelle Patenschaften für sich sprechen, müssen Sie selbst urteilen: Wiens nicht amtsführender Vizebürgermeister Johann Gudenus (FP) ist Pate des Eurasischen Luchs. Die Bezirksvorsteherinnen in Schönbrunn-Nähe unterstützen ebenfalls Tiere: Meidlings Gabriele Votava (SP) ist Patin des Flusspferds, Hietzings Silke Kobald (VP) hat den Habichtskauz zum Patentier und Penzings Andrea Kalchbrenner (SP) wählte den Weißrüssel Nasenbär zu ihrem Schützling.

In früheren Zeiten waren Tierpatenschaften noch beliebter, ihren Höhepunkt hatten sie in der schwarz-blauen Regierungszeit von Wolfgang Schüssel (VP). Da hatte sozusagen beinahe jeder Minister sein Tier in Schönbrunn (siehe Bilder-Schau).

(uha)

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