Die neuen Devolo WiFi-6-Repeater im Test: Pfeilschnell!

Starkes Duo und ein Power-Pack: Die neue Devolo-Repeater 3000 und 5400 mit WiFi 6.
Starkes Duo und ein Power-Pack: Die neue Devolo-Repeater 3000 und 5400 mit WiFi 6.Heute
Netzwerkspezialist Devolo macht seine Repeater fit für den neuen WLAN-Standard WiFi 6. Die Repeater 3000 und 5400 lassen im Test keine Wünsche offen.

Dass das WLAN im eigenen Haus oder in der Wohnung mehr schlecht als recht funktioniert, dürfte wohl jede Österreicherin und jeder Österreicher schon einmal erlebt haben. Dass es mit dem Heimnetzwerk so gar nicht klappen will, kann mehrere Gründe haben, angefangen von der Lage der Wohnung über die dicke der Wände bis hin zum genutzten Internet-Tarif und schlussendlich auch der eingesetzten Hardware. Gerade in Zeiten von Lockdown, Homeoffice und Streaming, Zoom- und Team-Calls sowie Multiplayer-Zockereien ist es ein absolutes Ärgernis, wenn es daheim mit dem Netz so gar nicht klappt.

Der deutsche Netzwerkspezialist Devolo liefert seit Jahren mit seinen Produkten Abhilfe gegen die WLAN-Schwäche. Ende 2021 hat der Anbieter angefangen, seine bekannten Powerline-Adapter mit dem neuen WLAN-Standard WiFi 6 auszustatten. Nun folgen auch die ersten Repeater mit WiFi 6. Was ist da der Unterschied? Vereinfacht und kurz erklärt: Die Powerline-Produkte ziehen ein eigenes Netzwerk über die Stromleitungen des Gebäudes auf und liefern ein stärkeres und schnelleres Signal, das auch dicke Wände nicht bremst. Repeater dagegen erweitern das vorhandene Netzwerk räumlich.

Wann du welches Produkt nutzen solltest

Entsprechend unterschiedlich ist es, welches Produkt du wann brauchen könntest. Ist der hauseigene Router zwar am neuesten Stand der Technik und könnte der teure Internet-Tarif aus vollen Rohren feuern, die Wände der Wohnung aber so dick oder das Haus so groß ist, dass es mancherorts WLAN-freie "Flecken" gibt, ist die günstigere Lösung natürlich ein Repeater, der das bestehende WLAN einfach ein bisschen weiter ausbreitet. Will man dagegen jeden Raum mit dem schnellst,öglichen Signal direkt über die Steckdose versorgen, muss die deutlich teurere Powerline-Technologie her.

Repeater ist aber nicht gleich Repeater, denn bei vielen Produkten reicht einfach die Hardware nicht aus. Enige schaffen es trotzdem nicht durch Wände und wenn, dann ist das Signal manchmal so schwach, dass man sich aufgrund des stockenden Traffics die Haare rauft. Das bedeutet: Selbst wenn man zwei, drei oder gar mehr Repeater in den eigenen vier Wänden einsetzt, hat man zwar die ganze Fläche mit dem Internetsignal abgedeckt, von Datengeschwindigkeit ist da aber keine Spur mehr. Zum Glück beweisen sich aber die neuen Devolo-Repeater als zwar teure, aber auch tolle Kraftpakete.

Teureres Modell zeigt sich beim Einsatz flexibler

Devolo WiFi 6 Repeater 3000 nennt sich das kleinere Modell um 99,90 Euro, Devolo WiFi 6 Repeater 5400 der größere Bruder um 149,90 Euro. Beide bieten recht unterschiedliche Datenraten und eignen sich auch, was die Größe der Wohnung oder des Hauses betrifft, für unterschiedliche Einsatzgebiete. Zudem hat das größere Modell dem kleineren Repeater einige Anschlüsse voraus. Während der Devolo WiFi 6 Repeater 3000 einfach in eine freie Steckdose gesteckt werden kann, ist der Devolo Repeater 5400 eine Box zum Aufstellen, die per Stromkabel mit einer Steckdose im Haushalt verbunden wird.

Weiter geht es mit den Unterscheidungen gleich bei den Anschlüssen, denn während der WiFi 6 Repeater 3000 nur einen LAN-Anschluss für ein Endgerät per Netzwerkkabel besitzt, gibt es beim WiFi 6 Repeater 5400 gleich zwei. Und: Beim 3000er-Modell ist der Nutzer darauf beschränkt, ihn an einer der vorhandenen und freien Steckdosen in der Wohnung oder im Haus platzieren zu können. Beim 5400er-Modell dagegen gibt es durch das Kabel die Möglichkeit, ihn etwas entfernt von der Steckdose aufzustellen, etwa weil dann das Signal besser ist oder aber, weil man ihn hinter Möbel verstecken will.

Die Nummern zeigen auch gleich die Leistung

Wer nun seit Beginn des Testberichts über die Nummern der Modelle grübelt, bekommt nun die Antwort: Es handelt sich um die theoretisch maximale Datenrate, die die Repeater schupfen können. So schafft der Devolo WiFi 6 Repeater 3000 am Papier 3.000 Megabit pro Sekunde (Mbit/s), der Repeater 5400 entsprechend 5.400 Mbit/s. In der Praxis wird man als Nutzer aber mehr oder minder weit weg von diesen Idealwerten landen (übrigens bei jedem Hersteller), denn die Nennwerte sagen nur, wie schnell die Modelle arbeiten könnten, wenn es keinerlei Verluste und Störfaktoren in der Praxis gebe.

Wie man es von Devolo-Produkten kennt, sind beide Modelle schnell und einfach eingerichtet. Dazu werden sie nur mit dem Strom verbunden und ein Druck auf die WPS-Taste der Repeater verbindet sich auch schon automatisch mit dem Netzwerk des Routers. Wer es noch komfortabler haben will, kann sich zudem die zugehörige App von Devolo auf das Smartphone holen. Die zeigt dann an, ob der Repeater ideal platziert ist oder doch besser an einen anderen Stand- beziehungsweise Steckort in der Wohnung gebracht werden sollte. Die App-Nutzung ist einfach und übersichtlich, aber komplett optional.

Hervorragende Daten-Leistungen in der Testumgebung

Drei Fragen muss man sich bei der Wahl des Modells stellen, nämlich die nach der Reichweite und die nach der Leistung. Wobei der "Heute"-Test zeigt, dass die Reichweitenfrage bedeutender als die Leistungsfrage ist. Dazu gleich mehr. Und die dritte Frage: Ob man überhaupt ein WiFi-6-fähiges Gerät besitzt, das man versorgen möchte, denn so richtig überall drinnen steckt der neue Standard bisher noch nicht. Der Testaufbau war folgender: In einer rund 90-Quadratmeter-Wohnung musste das Router-Signal durch zwei extrem dicke Wände bis ins Arbeitszimmer an ein WiFi-6-Handy, das iPhone 14 Pro Max.

Im Zimmer dazwischen herrschte bisher eine eher schwankende WLAN-Versorgung, im Zimmer mit dem iPhone, das eigentlich ein Arbeitszimmer sein sollte, fast vollständige WLAN-Flaute. Zum Einsatz im "Ziel"-Zimmer kam außerdem noch ein WiFi-5-Notebook, das Huawei MateBook X Pro (aus der ersten Modellreihe vor dem WiFi-6-Update). Das sorgte auch für eine handfeste Überraschung, denn die neuen Repeater zeigten, dass die auch WiFi 5 pfeilschnell machen können. So kratzte das MateBook mehrmals an den 1.000 Mbit/s und fiel im unteren Bereich nie unter 500 Mbit/s. Tolle Leistung!

Reichweite schlägt Leistung bei der Modell-Auswahl

Die Messwerte gelten übrigens für beide Modelle, hier konnte sich das 5400er-Modell nicht wirklich vom 3000er-Repeater absetzen. Wäre die Testumgebung allerdings ein ganzes Haus, würde das wohl den WiFi 6 Repeater 3000 in die Knie zwingen, während der WiFi 6 Repeater 5400 noch fröhlich vor sich hin funken würde. Deshalb auch die vorangegangene Erwähnung, dass Distanz bei der Repeater-Wahl eine größere Rolle als die Leistung spielt. Das bestätigte sich auch im Test mit dem iPhone 14 Pro Max. Das Apple-Smartphone funkte über WiFi 6 mit maximal 550 und minimal 320 Mbit/s.

Das größere Modell Devolo WiFi 6 Repeater 5400 kann freier platziert werden, besitzt einen LAN-Port mehr und funkt auch weiter als der kleine Bruder.
Das größere Modell Devolo WiFi 6 Repeater 5400 kann freier platziert werden, besitzt einen LAN-Port mehr und funkt auch weiter als der kleine Bruder.Heute

Zugegeben, die Testumgebung machte es WiFi-6-Geräten extra schwer und bevorzugte durch die große Distanz WiFi-5-Hardware massiv. Es zeigt aber auch gut, dass die neuen Devolo-Repeater nicht nur in einer reinen WiFi-6-Umgebung Sinn machen, sondern auch in WiFi-5-Haushalten ihre Stärken so richtig ausspielen können. Die Leistung alleine ist da nicht das Auswahlkriterium schlechthin, denn beide Repeater leisten hervorragende WLAN-Arbeit. So können wir den Devolo WiFi 6 Repeater 3000 für jede mittelgroße und kleine Wohnung wärmstens empfehlen. Alles darüber, macht dann den 5400 fällig.

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