Der Mord an zwei Polizisten im Landkreis Kusel erschüttert ganz Deutschland. Eine 24 Jahre alte Polizistin und ihr 29 Jahre alter Kollege wurden bei einer Verkehrskontrolle am frühen Montagmorgen gegen 4.20 Uhr erschossen. Stunden später nahm die Polizei den 38-jährigen Andreas S. und seinen 32-jährigen Komplizen fest. Noch kann laut einer Polizeisprecherin nicht ausgeschlossen werden, dass es weitere Mittäter gibt.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) zeigte sich "tief erschüttert und voller Trauer". "Wir sind in Gedanken bei den Angehörigen und Liebsten, der durch eine Gewalttat im Dienst verstorbenen Kollegen", erklärte der stellvertretende GdP-Bundesvorsitzende Jörg Radek.
Polizisten erschossen – "Tat erinnert an Hinrichtung!"
Auch der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, sprach mit "Focus Online" über den Mord: "Unsere Kolleginnen und Kollegen in ganz Deutschland sind erschüttert und geschockt. Zwei junge Menschen, die noch am Beginn ihres Berufslebens standen, wurden Opfer dieser grausamen Tat. Wieder einmal zeigt sich, dass der Polizeiberuf voller Gefahren steckt, die immer unkalkulierbarer werden."
Eine scheinbar alltägliche und harmlose Diensthandlung wie eine Verkehrskontrolle sei in diesem unfassbaren Gewaltausbruch geendet, so Wendt weiter. "Das erzeugt auch Wut und Fassungslosigkeit."
Auch aus der Politik gab es zahlreiche Reaktionen: So sprach Bundesinnenministerin Nancy Faeser auf Twitter von einer "Hinrichtung". "Unabhängig vom Motiv: Diese Tat erinnert an eine Hinrichtung und zeigt, dass die Polizei jeden Tag ihr Leben für unsere Sicherheit riskiert", erklärte sie. "Wir werden alles tun, um die Täter dingfest zu machen."
Laut dem Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) wurden "zwei junge Polizeibeamte" mit "größter Brutalität ermordet". Als oberster Dienstherr "unserer Polizei und als Vater von vier Kindern" sei er "sehr erschüttert", erklärte Lewentz.
"Die Tat ist entsetzlich", schrieb die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Onlinedienst Twitter. "Es bestürzt mich sehr, dass zwei junge Menschen im Dienst ihr Leben verloren haben." Ihre Gedanken seien bei den Angehörigen sowie den Kolleginnen und Kollegen der Opfer.
Saarlands Ministerpräsidenten Tobias Hans erklärte: "Die saarländische Polizei unterstützt die Dienststellen in Rheinland-Pfalz mit allen Mitteln bei der Aufklärung dieses furchtbaren Verbrechens." Als Ausdruck der Trauer und Solidarität würden die Flaggen im Saarland auf Halbmast gesetzt.
"Unabhängig von den Tatmotiven, zu denen man noch nichts sagen kann, ist klar, dass der Schutz unserer Polizistinnen und Polizisten unser aller Anliegen sein muss", erklärte die neu gewählte Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang.
Bundesverkehrsminister Volker Wissing und seine Mainzer Amtskollegin Daniel Schmitt zeigten sich schockiert über die tödlichen Schüsse auf eine Polizistin und einen Polizisten in Rheinland-Pfalz. Wissing schrieb auf Twitter: "Eine Tat, die erschüttert und fassungslos macht. Mit meinen Gedanken, meiner Trauer und meinem Mitgefühl bin ich bei den Opfern, deren Angehörigen und Freunden sowie ihren Kolleginnen und Kollegen ...". Schmitt äußerte sich ähnlich auf Twitter und sprach von einer «unfassbaren und grausamen Tat."