Stadtführungen sind oft auch in den spannendsten Städten eine langweilige Angelegenheit. "Heute.at" präsentiert zehn alternative Touren, mit denen Besucher Reiseziele einmal auf andere Art und Weise erleben können. Sie sind gruselig, gemütlich oder unfassbar authentisch und brennen sich somit ins Gedächtnis der Touristen ein.
Stadtführungen sind oft auch in den spannendsten Städten eine langweilige Angelegenheit. "Heute.at" präsentiert zehn alternative Touren, mit denen Besucher Reiseziele einmal auf andere Art und Weise erleben können. Sie sind gruselig, gemütlich oder unfassbar authentisch und brennen sich somit ins Gedächtnis der Touristen ein.
Das Reiseportal "HolidayCheck" hat zehn alternative Städtetouren herausgesucht, bei denen Sie garantiert nicht einschlafen werden wie bei anderen langweiligen Städteführungen.
Jack the Ripper Tour (London/GB):
Er ist die Legende unter den Mördern in Großbritannien. London-Besucher können im Rahmen einer dreistündigen Tour (etwa 11 Euro) eine Spurensuche wagen. Die Geschichte des Killers wird nachgestellt. Nehmen Sie am besten eine Taschenlampe mit, um zu sehen, wer hinter ihnen geht.
Kieztour mit Inkasso-Henry (Hamburg/Deutschland):
Niemand kann authentischer durch St. Pauli führen als Inkasso-Henry. Das Kiez-Urgestein kennt das Hamburger Stadtviertel wie seine Westentasche. Dort aufgewachsen, war er in zahlreichen Bordells tätig und arbeitet nun unter anderem als Reiseführer der etwas anderen Art. Mit rauer Stimme berichtet er über die Geschichte von St. Pauli und erzählt verruchte Geschichten, die vermutlich nur er kennt. Die dreistündige Kieztour kostet 40 Euro.
Dead Apple Tours (New York/USA):
Wer kann schon behaupten, mit einem Leichenwagen im Sechziger-Jahre-Look durch den Big Apple gefahren zu sein? Zwei Führer kutschieren ihre Gäste zu Plätzen, an denen sich geheimnisvolle Todesfälle ereignet haben. Eine ganze Reihe von Schauplätzen wird abgefahren, eine Station beschäftigt sich mit dem Tod des Schauspielers Heath Ledger. Leider sind derzeit keine Buchungen möglich - auf der offiziellen Website wurde eine Auszeit vermeldet. Es bleibt zu hoffen, dass die Tour bald wieder angeboten wird.
Ebbelwei Express (Frankfurt am Main, Deutschland):
Etwas ruhiger geht es im Ebbelwei Express zu, der nach dem beliebten Getränk Apfelwein benannt ist. Die historische Straßenbahn führt aus dem Zoo in die Frankfurter Altstadt und in das "Ebbelweiviertel" Sachsenhausen. Auf der Fahrt bekommen die Passagiere eine Flasche Apfelwein und eine Tüte Brezeln serviert - der Fahrspaß kostet nur 7 Euro.
Kommunisten-Tour (Krakau/Polen):
Wollten Sie schon immer mal mit einem Trabi herumfahren? Bei der "Kommunisten-Tour" in Krakau können Sie mit einem DDR-Boliden die Stadt erkunden. Sind die Trabis vergriffen, gibt es noch immer Fiat 125 oder Lada 2107 als Alternativen. Auf der Route liegen auch die Blockbauten im Arbeiterstadtteil Nowa Huta. Die günstigste Tour kostet pro Person 31 Euro.
Die Bunker-Tour (Berlin, Deutschland):
Wer Berlin von unten aus erkunden will, sollte diese Tour wählen. Der Verein Berliner Unterwelten zeigt Besuchern das Bunkersystem unter der deutschen Hauptstadt. Besucher gehen auf eine Spurenreise, die über den Zweiten Weltkrieg, den Bau der Mauer und den Kalten Krieg führt. Für die Führung "Dunkle Welten" sollten 90 Minuten eingeplant werden, der Normalpreis beträgt zehn Euro. Achtung: Die Führung ist nichts für Menschen mit Platzangst!
City Segway Tours (Paris, Frankreich):
Sie sind mittlerweile in vielen Städten zu sehen: Touristen, die mit Segways die Stadt erkunden und dabei hin und wieder das Gleichgewicht verlieren. Das Unternehmen "City Segway Tours" wirbt damit, dass in Paris die weltweit erste Segway Tour angeboten wurde. Die französische Hauptstadt ist sehr weitläufig und daher mit einem Segway optimal zu erkunden. Mit einem Stadtführer fahren die Besucher durch die idyllischen Parks und Flaniermeilen. Die günstigste Tour kostet 59 Euro pro Person. Frühbucher erhalten 15 Prozent Rabatt.
Nachtwächter-Führung (Ribe, Dänemark):
Bis 1902 hielt der Nachtwächter von Ribe Ausschau nach Feuern, Überschwemmungen und üblen Gestalten. Auch heute gibt es ihn noch - wenn auch nur für Touristen. Die kostenlose Stadtführung startet zwischen 20 und 22 Uhr. Der geheimnisvolle Mann führt die Besucher durch die malerischen Gassen, singt alte Lieder und erzählt Geschichten wie die der Sturmflut von 1852. Die Teilnehmer können sich in Sicherheit wiegen - der schwarz gekleidete Nachtwächter ist mit einem Morgenstern bewaffnet.
Zeppelin-Rundflug (Friedrichshafen, Deutschland):
Im Gegensatz zur Bunker-Tour in Berlin kann man ein Reiseziel auch von oben erkunden. In Friedrichshafen, der Mutterstadt des Zeppelins, startet die ziemlich kostenspielige Tour. Für einen 30-minütigen Flug müssen Passagiere etwa 200 Euro zahlen, für die große Bodensee-Tour gar 700 Euro. Start- und Zielpunkt befindet sich am Zeppelin-Hangar in Friedrichshafen. Dieses Erlebnis sollten sich nur Besucher leisten, die nicht unter Höhenangst leiden.
City of the Dead (Edinburgh, Schottland):
Die schottische Hauptstadt ist eine wirklich schöne Stadt, doch für eine klassische Tour einfach zu klein. Kommen Geister ins Spiel, ist die Sache gleich interessanter. Jeden Abend startet bei der St. Giles-Kathedrale eine Gruseltour. In 75 Minuten besucht man unter anderem das Covenanters Gefängnis und das Black Mausoleum, in dem ein Poltergeist spuken soll, der schon viele Touristen angegriffen hat. Der Preis beträgt leistbare 10 Euro.