Die Verschwender

Bild: keine Quellenangabe

Wer in Wien studiert, zahlt fürs Öffi-Ticket 75 Euro im Semester. Außer, er wohnt in Perchtoldsdorf, Klosterneuburg oder Himberg, ein paar Kilometer außerhalb also. Dann kostet dasselbe Semesterticket 150 Euro (plus 140 Euro für die Strecke außerhalb Wiens, satte 290 Euro also insgesamt).

Man kann sich die 75 Euro zurückholen. Das geht so: Formular aus dem Web downloaden, ausdrucken, ausfüllen, Wohnsitz von der Gemeinde abstempeln lassen, Semesterticket einscannen, das alles nach St. Pölten mailen. Dort wird der Antrag bearbeitet, bewilligt. Irgendwann erhält man dann die 75 Euro auf sein Konto (oder holt sie persönlich in St. Pölten ab – das geht auch).

Wenn wir also jetzt so intensiv Geld für die Steuerreform suchen und uns über die störrischen Griechen das Maul zerreißen, weil die nicht und nicht ihrem aufgeblähten Beamtenapparat Zügel anlegen wollen, dann sollten wir vielleicht einmal kurz Einkehr halten. Zu sparen gibt es auch bei uns viel. Wie sagte der deutsche Ex- Kanzler Helmut Schmidt doch einmal: "Nicht alle Reformen kosten Geld, und nicht alles, was Geld kostet, ist deshalb schon eine Reform."

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