Am Mittwoch wurde der Startschuss für das Pilotprojekt beschlossen: Ab Mitte Juli darf der Pannenstreifen zwischen der Anschlussstelle Simmeringer Haide und dem Knoten Schwechat - das sind 3,8 Kilometer - freigegeben werden, wenn es zu einem Stau kommt, mehr dazu lesen Sie hier.
Die neue Regelung bringt aber klarerweise auch einige Fragen mit sich. Die wichtigsten werden für Sie beantwortet:
Welches Tempolimit gilt am Teilabschnitt der A4?
Bei freigegebenem Pannenstreifen gilt – wie im Normalzustand – das auf den Überkopfanzeigen je nach Verkehrsdichte geschaltete Tempolimit.
2. Dürfen Pkw und Lkw jede Fahrspur benützen?
Pkw dürfen jede der drei Spuren auf dem Abschnitt der A4 benützen. Nicht so Lkw: Die ganz linke Spur ist künftig etwas schmäler und nur Pkw vorbehalten, hier gilt dann ein Fahrverbot (wie in Baustellenbereichen) für überbreite Lkw.
3. Was muss ich bei der Abfahrt auf die S 1 beachten?
Ist der Pannenstreifen freigegeben, ist dieser zugleich die Abbiegespur auf die S 1. Wer in Richtung Flughafen/Ungarn weiterfährt, benützt die ganz linke oder mittlere Spur, alle anderen ordnen sich rechtzeitig am freigegebenen Pannenstreifen (die ganz rechte Spur) ein – wie es auch auf den Anzeigetafeln am Fahrbahnrand mehr als einen Kilometer vor der Abfahrt auf die S 1 (Knoten Schwechat) angezeigt ist.
4. Was tun bei Pannen?
Bei Pannen sollten Lenkerinnen und Lenkern das Auto nach Möglichkeit in einer der beiden neu errichteten Pannenbuchten abstellen, um den nachfolgenden Verkehr nicht zu behindern. Bei Pannen oder Unfällen wird der Pannenstreifen von der Zentrale Inzersdorf auch umgehend geschlossen.
5. Wie funktioniert die Rettungsgasse?
Die Rettungsgasse ist bei stockendem Verkehr genauso zu bilden wie auf Autobahnen und Schnellstraßen mit drei Fahrspuren: Die Fahrzeuge auf dem linken Fahrstreifen bleiben ganz links, die Fahrzeuge auf dem mittleren Fahrstreifen und auf dem Pannenstreifen (also der dritten Spur) ordnen sich rechts ein. Einsatzfahrzeuge benutzen die freie Gasse zwischen der ersten und der zweiten Kolonne. (slo/red)