Die zwei Seiten der SPÖ beim Thema Radfahren

Silvia Jankovic (SPÖ) am Margaretenplatz
Silvia Jankovic (SPÖ) am MargaretenplatzSabine Hertel
Die SPÖ macht viele Versprechen zum Thema Radfahren – in der Broschüre fallen diese weg. Eine Ausfahrt mit der SPÖ zeigt klaren Verbesserungsbedarf.

300 Kilometer sichere Radwege auf Hauptstraßen, 110 Kilometer Radschnellverbindungen, 72.000 Fahrradstellplätze und vieles mehr verspricht die SPÖ in ihrem Wahlprogramm. Fünf Punkte beinhaltet das Kapitel, das zum Teil wortwörtlich von der Initiative "Mehr Platz für Wien" abgeschrieben wurde. Nachzulesen ist das allerdings nur in der Langversion. In der kürzeren – eine anschauliche Broschüre mit vielen schönen Fotos – wird das Thema Radfahren ausgespart.

Wenig verwunderlich also, dass die Roten als einzige Partei keine Gemeinderätin/keinen Gemeinderat für ein Treffen nominieren wollten – obwohl begeisterte Biker im Rathaus sitzen. Diese Vorgehensweise finde ich allerdings schon wieder symptomatisch für die Partei.

Der Margaretenplatz ist für Radfahrer ein gefährliches Pflaster

Am Ende sehr vieler Telefonate vereinbarte ich schließlich ein Treffen mit Silvia Jankovic, sie will Bezirksvorsteherin in Margareten werden. Eines ihrer wichtigsten Anliegen? Die Neugestaltung des Margaretenplatzes. Und ich kann's verstehen. Der Radweg hört abrupt vor der Kreuzung auf, das Einordnen bei der Ampel ist in der Rushhour alles andere als ein leichtes Unterfangen. Hier soll es Verbesserungen für alle Verkehrsteilnehmer geben, verspricht Jankovic. Außerdem will sie die kombinierten Wege mit Öffis und Rad im Bezirk attraktiver machen.

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