Dient Stiftung von Fabiola der Steuerhinterziehung?

Die belgische Königin Fabiola hat mit der Gründung einer umstrittenen Stiftung für Aufsehen gesorgt. Die im September von der 84-jährigen Monarchin gegründete Stiftung Fons Pereos "dient in Wahrheit dazu, das Problem ihrer Nachfolge zu regeln", berichtete die belgische Zeitungsgruppe "Sudpresse".

Die belgische Königin Fabiola hat mit der Gründung einer umstrittenen Stiftung für Aufsehen gesorgt. Die im September von der 84-jährigen Monarchin gegründete Stiftung Fons Pereos "dient in Wahrheit dazu, das Problem ihrer Nachfolge zu regeln", berichtete die belgische Zeitungsgruppe "Sudpresse".

Demnach will die kinderlose Königin vermeiden, dass ihre Erben - insbesondere ihre Neffen - nach ihrem Tod die in Belgien geltenden 70 Prozent Erbschaftssteuer zahlen müssen.

Die Königin erhält seit knapp 20 Jahren öffentliche Zuwendungen, die sich allein in diesem Jahr auf 1,4 Millionen Euro belaufen. Seit dem Tod von König Baudouin 1993 erhielt sie als Witwe somit knapp 27 Millionen Euro, zudem erbte sie beim Tod des Königs geschätzte mehrere Millionen Euro.

Offiziell ist die Stiftung den Nichten und Neffen Fabiolas und Baudouins gewidmet sowie der Förderung christlicher Werke.

Die Hilfe, von der die Familienmitglieder der aus Spanien stammenden Königin profitieren können, beschränkt sich laut Statut allerdings auf einen begrenzten Zeitraum sowie auf den Fall, dass die Betroffenen sich "ernsthaften körperlichen, materiellen, psychischen oder moralischen Schwierigkeiten" ausgesetzt sehen.

Belgische Medien und Politiker brachten die Stiftung hingegen mit Steuerhinterziehung in Verbindung.

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