Coronavirus

Diese 300.000 Menschen kriegen keine Gratis-Tests

Ab 1. März kann man sich in der Apotheke fünf Corona-Tests pro Monat gratis mitnehmen. Doch 300.000 Menschen sind davon ausgeschlossen.

Leo Stempfl
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Die Gratis-Selbsttests werden ab 1. März in den Apotheken ausgegeben.
Die Gratis-Selbsttests werden ab 1. März in den Apotheken ausgegeben.
picturedesk.com (Symbolbild)

Von der SPÖ lange gefordert, mit Beginn nächster Woche sind sie da: die Wohnzimmertests. Für den Friseur (oder eventuell später im März die Gastro) gelten sie nicht. Doch den meisten Menschen ist es doch ein Anliegen, nicht unbemerkt andere anzustecken. Denn ein Selbsttest erkennt auch viele asymptomatische Erkrankungen.

Ab 1. März kann sich jeder mit e-card fünf solcher Wohnzimmertests gratis in Apotheken abholen. Die bisher einzige Voraussetzung sollte ein Geburtstag vor dem 1. Jänner 2006 sein. Doch nun wurde klar: Es gibt noch eine weitere.

ELGA

Wie nun am Mittwoch im Nationalrat bekannt wurde, fallen weitere 296.000 Menschen durch das Raster. Wer sich von der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) beziehungsweise der e-Medikation abgemeldet hat, bekommt keine Tests für zu Hause.

Doch viele Menschen haben von dieser Option aus Datenschutzgründen Abstand genommen. Dafür werden sie jetzt "bestraft". Genau das sollte durch eine Gleichstellungsbestimmung verhindert werden. "Diese hat man für diesen Anwendungsfall außer Kraft gesetzt", sagt Thomas Lohninger von der Bürgerrechtsorganisation epicenter.works gegenüber "Futurezone".

Das Gesundheitsministerium sowie der Dachverband der Sozialversicherungsträger sagen, technisch sei das nicht anders möglich. Lohninger bezweifelt das.

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