Diese geniale Maschine unterschreibt für Sie

Sie haben Krämpfe, weil Sie viele Briefe unterzeichnen müssen? Dann ist diese Maschine etwas für Sie – vorausgesetzt, Sie haben das nötige Kleingeld.

Die Maschinen von Pierre Jaquet-Droz sind legendär. Vor über 240 Jahren konstruierte der Uhrmacher in La Chaux-de-Fonds diverse komplexe Androiden. Einer davon war L'écrivain (der Schreiber). Dieser konnte programmierte Sätze mit bis zu 40 Wörtern mit Feder und Tinte auf Papier bringen.

Nun bringt die Schweizer Traditionsfirma eine neue Maschine auf den Markt. Sie ist eine Hommage an den Firmenvater und seine Kunst, die Welt der Uhrmacherei, der Künste und der Automaten miteinander zu verschmelzen, wie es in einer Mitteilung heißt.

Mechanik mit 585 Teilen

Die sogenannte Signing Machine ist ein Blickfang. Die extrem komplexe Mechanik besteht aus insgesamt 585 Einzelteilen. Der Automat erinnert entfernt an einen Walkman. Mit ihm können die Besitzer eine zuvor definierte Unterschrift zu Papier bringen.

Ganze vier Jahre dauerte die Entwicklung. In einem Video zeigt der Hersteller, wie die Maschine funktioniert. Nur mit exakten Bewegungen könne die Unterschrift regelmäßig wirken, erklärt die Firma. Zwei vollständige Unterschriften können angefertigt werden, bevor die Signing Machine wieder aufgezogen werden muss. Damit niemand anders mit dem Namen unterzeichnen kann, ist der Automat durch eine vierstellige Geheimzahl geschützt.

Potenzielle Besitzer können die dekorativen Elemente auf der Box selbst wählen. Wer noch nicht weiß, was er seinem Milliardärs-Freund auf den nächsten Geburtstag schenken möchte, ist mit der Signing Machine sicher gut bedient. Allerdings sollte auch das eigene Portemonnaie prall gefüllt sein. Die Maschine wird für rund 360.000 Franken (über 300.000 Euro) verkauft.

Das Digital-Telegramm 2018

(tob)

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