Viele Menschen achten beim Stromsparen auf Kühlschränke, Waschmaschinen oder das Licht - doch die eigentlichen Kostentreiber werden oft übersehen. Fernseher, Computer und Spielkonsolen fressen heimlich am Budget.
Laut Daten des deutschen Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft fließen rund 28 Prozent des Stromverbrauchs in deutschen Haushalten in die Unterhaltungselektronik. Damit ist diese Gerätekategorie einer der größten Posten auf der Jahresabrechnung.
Wie chip.de berichtet, kann ein älterer Plasma-Fernseher bei dauerhaftem Betrieb über 250 Euro im Jahr verschlingen. Moderne LED-Geräte arbeiten zwar sparsamer, aber je größer der Bildschirm und je länger er läuft, desto teurer wird es.
Während ein Laptop im Schnitt nur etwa zehn Euro Stromkosten pro Jahr verursacht, liegen Desktop-Rechner deutlich darüber. Besonders leistungsstarke Gaming-PCs mit großen Grafikkarten treiben den Verbrauch in die Höhe.
Auch Spielkonsolen zählen zu den unterschätzten Stromfressern. Sie benötigen im Betrieb häufig mehr als 100 Watt und belasten die Rechnung zusätzlich, wenn sie für Streaming oder im Stand-by genutzt werden. Untersuchungen zeigen, dass Bereitschaftsverluste bis zu 15 Prozent der Stromkosten ausmachen können.
Auch kleinere Geräte fallen ins Gewicht. Router, Monitore oder Streaming-Boxen laufen oft rund um die Uhr, obwohl sie nur wenige Stunden am Tag gebraucht werden. So kommen im Jahr schnell zusätzliche 100 bis 150 Kilowattstunden zusammen.
Wer diese Dauerläufer gezielt abschaltet oder über Zeitschaltuhren und Smart-Steckdosen steuert, kann unnötige Kosten vermeiden. Bei einem Strompreis von rund 40 Cent pro Kilowattstunde summieren sich Einsparungen rasch auf dreistellige Beträge.