In der Region Castilla-La Mancha in Spanien hat der Fluss Júcar auf seinem Weg durch die Iberische Halbinsel eine tiefe Schlucht gebildet. An diesem Fluss gibt es viele Städte, besonders auffällig ist aber Cuenca und seine hängenden Häuser.
Mittelalterstadt am Abgrund
Hier trifft der Fluss Júcar auf einen anderen Fluss, den Huécar. An dieser Stelle befindet sich ein Unesco-Weltkulturerbe: die mittelalterliche Stadt Cuenca. Das Besondere in Cuenca sind die Casas colgadas, die hängenden Häuser.
In der Vergangenheit waren solche Häuser weit verbreitet, vor allem an den Schluchten, durch die der Huécar fließt. Heute gibt es aber nur noch wenige dieser Häuser und bei den wenigsten lässt sich feststellen, wie alt sie eigentlich sind. Es gibt Hinweise darauf, dass manche Häuser mehrere hundert Jahre alt sind.
Wohnungen, Restaurants und Museen
Die bekanntesten hängenden Häuser sind drei Nachbarhäuser mit hölzernen Balkonen. Man schätzt, dass diese Häuser irgendwann im 15. Jahrhundert erbaut wurden. Ganz klar definieren lässt sich das aber nicht: Die Häuser wurden mehrfach renoviert oder verändert.
Angesichts der langen Geschichte, die diese Häuser haben, ist der Verwendungszweck eines Gebäudes nicht überraschend: Es ist heute ein Museum. In den meisten hängenden Häusern leben Privatpersonen, in zweien befindet sich ein Restaurant.
(Red)