Video-Drehs auf Tribüne

Diese Influencerinnen sorgen bei den US Open für Wirbel

Rund 100 Influencer erhielten Zugang zu den US Open. Doch störende Drehs auf den Tribünen sorgen bei Tennis-Stars für Ärger.
Sport Heute
10.09.2026, 10:20
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Bei den US Open stehen längst nicht mehr nur die Tennis-Stars im Rampenlicht. Rund 100 "Content Creator" erhielten in diesem Jahr eine Akkreditierung für das Grand-Slam-Turnier in New York. Ihre Videos, Outfits und Lifestyle-Beiträge erreichen Millionen Menschen – doch inzwischen wächst auch die Kritik.

Zu den bekanntesten Gesichtern vor Ort zählt Erika Priscilla, die auf TikTok rund 1,2 Millionen Follower unterhält. Ebenfalls dabei sind Lifestyle-Influencerin Isabella Lauren, "Body Image"-Aktivistin Remi Bader und Madison Appel. Letztere spielte früher College-Tennis und arbeitet heute als private Trainerin sowie Content Creator.

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Für Aufregung sorgten Dreharbeiten während laufender Matches. Bei einer Partie von Naomi Osaka sollen laute Gespräche und helles Licht aus einer Loge die Spielerinnen gestört haben. Coco Gauff begrüßt zwar, dass Influencer neue Zielgruppen für den Tennissport erreichen. Gleichzeitig forderte die US-Amerikanerin mehr Respekt vor den Regeln und der besonderen Ruhe während der Ballwechsel.

Zusätzlichen Wirbel gab es um Meg Radice und Audrey Jongens vom New Yorker Lifestyle-Kanal "The VIP List". Den beiden wurde der Zugang wieder entzogen. Laut dem US-Tennisverband waren sie fälschlicherweise über die Mitarbeiterliste eines Gastronomieanbieters akkreditiert worden. Mit ihrem Verhalten auf der Anlage soll die Entscheidung nicht zusammengehangen haben.

Auch abseits des Platzes machen die Influencerinnen kräftig Werbung für das Turnier. Besonders häufig ist der "Honey Deuce" in ihren Beiträgen zu sehen. Der Cocktail aus Wodka, Limonade, Himbeerlikör und Honigmelone hat sich längst zu einem der Erkennungszeichen der US Open entwickelt.

In Wimbledon soll es im kommenden Jahr jedenfalls keine eigene Akkreditierungskategorie für Influencer geben. Ein vollständiges Verbot ist das allerdings nicht: Content Creator dürfen weiterhin reguläre Tickets kaufen. Störende Hilfsmittel wie Ringlichter sollen auf den Tribünen jedoch konsequent unterbunden werden.

red,10.09.2026, 10:20