"Wenn du dich von einer Frau scheiden lässt, läufst du Gefahr, den Kontakt zu deinem Sohn zu verlieren. Dass das nicht passiert ist, ist die größte Leistung meines Lebens." Ernst Hausleitner sprach im Podcast "Mindgames" offen über sein Privatleben, berichtete von seiner gescheiterten Ehe – und den juristischen Problemen, die folgten.
"Es ist eine gesetzliche Schieflage. Es wird 100 Bereiche geben, in denen Frauen schlechter gestellt sind, aber in einem Bereich bist du als Mann schlechter gestellt: als Vater."
Hausleitner kritisiert das Sorgerecht in Österreich. "Es gibt keine Grundregelung. Das öffnet für wahnsinnig viele Konflikte die Tür. Da machen sich Scheidungsanwälte den Sack voll. Das ist ein Bereich, der anders geordnet gehört. Es bedarf einer Neuregelung diesbezüglich."
Die "Heute"-Community verfolgte die Story mit großem Interesse – und gibt dem 57-jährigen ORF-Reporter zum Teil Recht.
"Als Vater hast du schlechte Karten, wenn sowas passiert. Egal, was passiert ist, egal, ob du als Mann betrogen wurdest oder die Frau einfach keine Lust auf die Beziehung hat. Als Mann bist du der Verlierer, darfst Unterhalt zahlen und musst dich an Zeiten halten, wo du dein Kind sehen darfst", kommentiert User "Greeni".
"Es gibt unzählig viele Männer, die ihre Kinder genauso lieben wie die Frauen. Deswegen sind diese Frauen ja dann eifersüchtig auf die Kinder und zeigen bei der Scheidung das wahre Gesicht. Hauptsache der Vater der Kinder kann zahlen, bis er nicht mehr kann", postet "ButterBrot".
Einige Leser schildern ihre eigenen Erfahrungen. "Mein Sohn hat eine einvernehmliche Scheidung und das halbe Sorgerecht. Das Sorgerecht kannst du in den Rauchfang schmeißen. Es gab von Anfang an nur Zores. Er musste um jede Besucherzeit kämpfen", verrät "ButterBrot".
"Prinzeugen" schreibt: "Schon am ersten Verhandlungstag hatte ich das Gefühl, dass die Rollen längst verteilt waren. Noch bevor ich mich überhaupt richtig vorstellen oder meine Sicht der Dinge darlegen konnte, sagte die Richterin zu mir sinngemäß – nach meiner Erinnerung sogar wörtlich: 'Aber das Sorgerecht geben wir schon der Mutter."'"
Freilich: Nicht alle verstehen, warum Hausleitner mit seiner Geschichte an die Öffentlichkeit geht. "Da heißt es, die Arschbacken zusammenkneifen und positiv durch die Sache gehen. Da brauchst jetzt nicht herumheulen und wenn man zum Kind Kontakt hält, so ist das keine Meisterleistung, sondern eine Charaktersache", meint "MK07". "Wein dich woanders aus", fordert "indy".
Fakt ist: Hausleitner geht das Thema nahe. Mehrfach rang der Oberösterreicher im Podcast nach Worten. Aber: Für ihn ging die Sache gut aus. Sein Sohn Felix ist mittlerweile neun Jahre alt, das Sorgerecht teilen sich der ORF-Mann und seine Ex-Frau.