Endstation für Carlos Alcaraz. Der Spanier, Nummer drei der Welt, musste sich im Viertelfinale der US Open Lokalmatador Ben Shelton beugen.
Der 23-Jährige setzte sich in einem dramatischen Tennis-Krimi nach viereinhalb Stunden in fünf Sätzen durch, siegte 6:7, 6:1, 6:3, 1:6 und 7:6. Das Champions-Tiebreak ging im prall gefüllten Arthur-Ashe-Stadium mit 10:7 an den Amerikaner. Den Matchball verwertete er um 3:38 Uhr (!) Ortszeit. Später war noch kein Spiel in der Geschichte der US Open zu Ende gegangen.
"Ich bedanke mich bei den Fans, die bis 3.30 Uhr in der Früh geblieben sind. Es ist unglaublich. Das ist das größte Sportstadion der Welt. Ich hoffe nur, dass meine Geschwister nicht in der Früh arbeiten müssen", sagte ein überglücklicher Shelton nach einem Blick auf die Uhr. "Ich bin einfach nur dankbar. Hier zu spielen ist eine Ehre."
Nächster Gegner ist Frances Tiafoe (US), der sich gegen Alex Michelsen (US) durchsetzte – ebenfalls in fünf Sätzen. 5:7, 3:6, 7:5, 6:3, 7:6 endete die an Dramatik kaum zu überbietende Partie. Damit steht zumindest ein US-Amerikaner fix im Finale.
Rührend: Michelsen schlug bereits auf den Matchgewinn auf, weinte nach der Pleite bittere Tränen. Tiafoe tröstete den 22-Jährigen, der sich bedankte. "Er ist ein toller Kerl, wie er mich in diesem Moment getröstet hat", sagte Michelsen über die Umarmung nach der Partie. "Ich weiß, wie weh das tut", sagte Tiafoe mitfühlend. "Ich habe ihm gesagt: Du wirst hier noch so oft sein."