F1-Stimme ganz privat

"Sehr alleine" – ORF-Star Hausleitner in Tränen

Ernst Hausleitner spricht offen über die schwerste Phase seines Lebens. Ehe-Aus und der Tod seiner Mutter brachten die ORF-Stimme an ihre Grenzen.
Sport Heute
08.09.2026, 07:02
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Formel-1-Fans kennen Ernst Hausleitner vor allem als Stimme der ORF-Übertragungen. Im "Mind Games Podcast" zeigt der Sportreporter nun eine sehr persönliche Seite und erzählt von einer Zeit, in der gleich mehrere Schicksalsschläge zusammenkamen.

Während seine Ehe zerbrach, war seine Mutter schwer krank und verstarb später. "Meine Mama ist mir weggefallen als höchste Instanz in meinem Leben und ich war plötzlich sehr auf mich alleine gestellt", erzählt Hausleitner. Einen wichtigen Rückzugsort fand er damals in den Bergen: "Ich bin immer mit weniger Problemen vom Berg runtergekommen, als ich raufgegangen bin."

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Besonders belastete ihn nach der Trennung die Sorge um den regelmäßigen Kontakt zu seinem Sohn Felix. Hausleitner spricht dabei auch kritisch über seine Erfahrungen mit den rechtlichen Rahmenbedingungen bei Scheidungen und der Situation von Vätern in Österreich.

Seine Prioritäten hätten sich dadurch grundlegend verändert. "Ich wollte mal der beste Sportreporter des Landes sein. Jetzt möchte ich der beste Papa sein", sagt der ORF-Kommentator. Dass er die enge Beziehung zu seinem Sohn aufrechterhalten konnte, bezeichnet Hausleitner als die größte Leistung seines Lebens.

Der 57-Jährige wischt sich Tränen der Rührung aus den Augen, als er über seinen Felix spricht: "Wenn du ihn zum ersten Mal auf der Brust liegen hast, seine kleinen Hände zum ersten Mal deinen Finger greifen. Man kann sich das vielleicht vorstellen. Aber das ist nicht im Promillbereich an der eigentlichen Erfahrung."

Die persönlichen Krisen hätten seinen Blick auf andere Menschen verändert. Er sei nachdenklicher und empathischer geworden. Die Formel 1 und die gemeinsamen Übertragungen mit Alex Wurz bleiben für Hausleitner eine große Leidenschaft – den Zirkus rund um die Königsklasse betrachtet er heute aber gelassener.

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