Vom vorletzten Startplatz zum Heimsieg – Kimi Antonelli sorgte beim Italien-GP in Monza für eine echte Formel-1-Show. Der Italiener pflügte von Startplatz 19 durch das Feld und krönte seine furiose Aufholjagd mit dem Sieg.
Perfekt für Mercedes: Hinter Antonelli machte George Russell als Zweiter den Doppelerfolg der "Silberpfeile" perfekt. Denn: Geschenkt haben sich die beiden Teamkollegen nichts. Das Duo lieferte sich harte Überholmanöver – bei denen die Grenzen ausgereizt und Antonelli beinahe ausgeschieden wäre.
Besonders vier Runden vor Schluss wurde es brenzlig. Im direkten Zweikampf mit Russell musste Antonelli ins Kiesbett ausweichen. Ein Moment, auf den Teamchef Toto Wolff trotz des späteren Doppelsiegs gerne verzichtet hätte.
"Dieser eine Moment, das hätten wir versuchen müssen zu vermeiden", erklärte der Österreicher nach dem Rennen.
Grundsätzlich will Wolff seinen beiden Piloten aber nicht verbieten, gegeneinander zu kämpfen. "Ich weiß noch nicht genau, wie wir daraus lernen. Aber bis dahin haben sie gut miteinander gefightet. Sie haben gezeigt, dass sie hart miteinander fahren können, ohne sich abzuschießen."
Für Mercedes ist das Luxusproblem gleichzeitig ein gutes Zeichen. Beide Fahrer dürfen auf der Strecke gegeneinander kämpfen – solange aus dem harten Racing kein Crash wird.
In Monza ging das gerade noch einmal gut. Antonelli brachte seinen spektakulären Heimsieg ins Ziel, Russell komplettierte den Mercedes-Triumph. Für Wolff dürfte es bei weiteren Duellen dieser Art allerdings noch das eine oder andere graue Haar geben.