Ganz Italien blickt an diesem Wochenende auf Kimi Antonelli. Der erst 20-Jährige kommt als WM-Führender zu seinem Heim-Grand-Prix nach Monza – etwas, das einem italienischen Fahrer seit unglaublichen 73 Jahren nicht mehr gelungen ist.
Kein Wunder also, dass die Tifosi bereits von der ganz großen Geschichte träumen: Antonelli soll eines Tages nicht nur Weltmeister werden, sondern das am besten auch noch in Rot.
"Ich bin ja selbst Italiener", sagt Antonelli mit einem Grinsen. "Ich weiß, wie emotional wir sind und wie schnell wir uns für solche Gedankenspiele begeistern können. Manchmal ein bisschen zu schnell."
Von einem baldigen Wechsel zu Ferrari will der Shootingstar allerdings nichts wissen. Antonelli fährt seit seiner Jugend für Mercedes und sieht seine Zukunft vorerst bei den Silberpfeilen.
"So sehr ich Ferrari auch als unglaubliche Marke bewundere, so bin ich doch sehr glücklich da, wo ich bin. Ich bin sehr glücklich bei Mercedes, denn sie sind diejenigen, die mir die Chance gegeben haben, als ich noch ein Kind war. Und ich habe das Gefühl, da muss ich noch einiges zurückgeben", stellte der Italiener klar.
Ganz aus der Luft gegriffen sind die Spekulationen dennoch nicht. Bei Ferrari könnte in den kommenden Jahren ein Platz frei werden. Lewis Hamilton erlebt aktuell zwar einen zweiten Frühling, sein Vertrag soll aber nur bis Ende 2027 laufen. Zu Beginn der Saison 2028 wäre der siebenmalige Weltmeister bereits 43 Jahre alt.
Ausgerechnet Hamilton wurde deshalb auf einen möglichen Antonelli-Wechsel zu seinem aktuellen Team angesprochen. "Alles ist möglich", meinte der Brite zunächst. Wirklich große Chancen auf einen baldigen Transfer sieht der Ex-Mercedes-Star allerdings nicht: "Toto wird einen Teufel tun, ihn allzu bald ziehen zu lassen."
Dass die Spekulationen gerade in Monza hochkochen, überrascht Hamilton nicht. "Ferrari ist Ferrari. Für die Italiener gibt es meiner Wahrnehmung nach in erster Linie den Papst – und Ferrari. Und Pasta und Pizza und die Familie."