Diese Kandidaten kämpfen um Vorzugsstimmen

Am Sonntag können Sie nicht nur eine Partei wählen, sondern auch Vorzugsstimmen vergeben. Das sind die Top 3 der Wiener Landeslisten.
Bei der Wahl am Sonntag geht es nicht nur um den künftigen Kanzler oder die künftige Kanzlerin – sondern vor allem auch um die Zusammensetzung des Nationalrats. Wähler, die Vorzugsstimmen abgeben, können die Reihung auf den Listen der einzelnen Parteien noch beeinflussen. Wenn ein Kandidat von mindestens sieben Prozent der Wähler seiner Partei eine Vorzugsstimme erhalten hat, gibt's eine Vorreihung auf der Bundesparteiliste.

Wer rennt bei der Nationalratswahl um Vorzugsstimmen und mit welchen Themen treten die Politiker an? "Heute" gibt Ihnen einen Überblick über die jeweiligen Top 3-Kandidaten und -Kandidatinnen der Wiener Landeslisten.

Die SPÖ geht in Wien mit Bundeskanzler Christian Kern (51) auf Platz Zwei ins Rennen. Der Vater von drei Söhnen und einer Tochter ist verheiratet. Sein Appell: "Am 15. Oktober stimmen wir darüber ab, wer unser Land in eine bessere Zukunft führt. Ich stehe mit meinem Plan dafür, dass wir Österreich nach vorne bringen. Ich stehe dafür, dass wir den erfolgreichen rot-weiß-roten Weg in Zukunft weiter gemeinsam gehen. Damit jede und jeder faire Chancen bekommt und es unseren Kinder und Enkelkindern besser geht." Auf Platz zwei folgt Doris Bures. Die Nationalratspräsidentin ist ledig und Mutter einer Tochter. Motto: "Österreich ist erfolgreich. Nun muss dieser Erfolg aber auch gerecht verteilt werden." Auf dem dritten Stockerl folgt Andreas Schieder (48). Der SPÖ-Klubobmann im Parlament lebt in einer Partnerschaft und ist Vater eines Sohnes und sagt: "Mein zentrales Anliegen ist soziale Gerechtigkeit. Darum braucht es ein gerechtes Steuersystem, sichere Arbeitsplätze und Pensionen, die beste Gesundheitsversorgung für alle und ein zukunftsfittes Bildungssystem für unsere Kinder. Dafür mache ich mich stark."

Für die ÖVP steht auf der Wiener Landesliste Karl Mahrer (62) auf Platz eins. Der verheiratete Vater eines Kindes sagt: "Ich möchte im Parlament dafür sorgen, dass wir bessere, zeitgemäße Gesetze beschließen, damit die Arbeit für die Polizistinnen und Polizisten erleichtert wird und Österreich sicher bleibt. Wichtig ist mir das Gespräch mit den Menschen, denn schließlich muss man Probleme ehrlich ansprechen und Lösungen gemeinsam umsetzen."

Auf Platz zwei steht Unternehmerin Maria Theresia Niss (40) tritt auf Platz Zwei der ÖVP-Landesliste an. Die verheiratete Mutter von drei Kindern sagt: "Wir brauchen mehr Arbeitsplätze, weniger Bürokratie, die beste Bildung und keine Schulden." Auf Nummer drei steht Karl Nehammer (44). Der Angestellte ist verheiratet und hat zwei Kinder, tritt für "mehr Arbeitsplätze, mehr Bildung und mehr Sicherheit" ein.

Hier ein Überblick über die weiteren Parteien, die sich auf der Wiener Landesliste der Wahl stellen: Die "Liste Pilz" hat auf der Landesliste Stephanie Cox, Gründerin der "Chancen:reich"-Berufsmesse für Asylberechtigte, auf Platz 1. "KPÖ Plus" tritt mit Studentin Flora Petrik (22) an, für die "Sozialistische Linkspartei" (SLP) geht Flüchtlingsbetreuer Michael Gehmacher (45) ins Rennen.

"Die Weißen" reihen den Juristen Thomas Rathammer (50) an erste Stelle, für "EUAUS" tritt Robert Marschall (51) an. Für die "Freie Liste Österreich" (FLÖ) tritt Michael Bernt (54) an. Für "Obdachlose in der Politik" (ODP) steht Hans-Georg Peitl (50) auf Platz 1, für die Liste "GILT" IT-Consultant Norbert Hofer (45).
Die FPÖ geht mit Hein-Christian Strache (48) auf Platz eins ins Rennen. Der gelernte Zahntechniker und Vater eines Sohnes und einer Tochter ist verheiratet, setzt sich für "Fairness gegenüber den Österreichern ein." Auf Platz zwei steht Profisportlerin Petra Steger (30), sie sagt: "Das Thema Frauensicherheit liegt mir sehr am Herzen." An dritter Stelle kämpft Wiens Vizebürgermeister Johann Gudenus (41) um Stimmen. Der Jurist ist verheiratet und Vater eines Sohnes, sagt: "Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass der politische Islam nicht salonfähig wird!"

Die Grünen haben auch in Wien EU-Abgeordnete Ulrike Lunacek (60) auf Platz eins. Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments lebt in einer Beziehung, sagt: "Ich stehe mit meiner Person für Solidarität und Miteinander in unserer Gesellschaft, für Respekt in der Politik und für ein weltoffenes Österreich in einem ökologisch und sozial starken Europa." Auf Platz zwei steht der Jurist Albert Steinhauser (46). Der verheiratete Vater zweier Kinder ist Klubobmann der Grünen im Parlament, will "verlässlich auf Seiten der Bürgern gegen die Großen" stehen. Auf Platz drei geht Sigrid Maurer (32) in die Wahl. Die Wissenschaftssprecherin der Grünen im Parlament ist Single, sagt: "Ich bin eine junge, feministische und kämpferische Frau und stehe verlässlich auf Seiten der Studierenden - mein bisher größter Erfolg im Parlament sind 1,35 Mrd mehr für die Unis.

Die Neos setzen auf ihrer Wiener Landesliste Beate Meinl-Reisinger (39) an die erste Stelle. "Eine Stimme für Neos ist eine Stimme für saubere Politik und den Aufbruch dieses alten Systems", sagt die Juristin und zweifache Mutter. Die Pinken kämpfen auch auf Platz zwei und drei mit Frauen um Stimmen. Auf Platz Zwei steht die studierte Betriebswirtin Claudia Gamon (28): "Ich will eine starke Stimme für die nächste Generation sein." Die Menschenrechtsexpertin Stephanie Krisper (36) tritt auf Platz drei an. Die dreifache Mutter tritt für Menschenrechte ein.



Bei der Nationalratswahl können die Wähler drei Vorzugsstimmen vergeben – für den Bundeswahlvorschlag, für den Landeswahlkreis und für den Regionalwahlkreis. Achtung: Die Vorzugsstimmen sind nur dann gültig, wenn die Kandidaten der gewählten Partei angehören. Wer eine Vorzugsstimme für einen Kandidaten abgibt, erhöht damit seine Chance auf ein Mandat im Nationalrat.
Einen Überblick über die weiteren Parteien und ihre Kandidaten finden Sie in der Diashow.

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