Diese Konkurrenten profitieren von Facebook-Panne

Diverse Plattformen des Facebook-Konzerns waren am Montagabend über Stunden offline.
Diverse Plattformen des Facebook-Konzerns waren am Montagabend über Stunden offline.JUSTIN SULLIVAN / AFP Getty / picturedesk.com
Der sechsstündige Ausfall von Facebook, Instagram und Whatsapp kostete dem Unternehmen eine Menge Geld. Gleichzeitig profitierten andere Konkurrenten.

Am Montagabend waren verschiedenste Plattformen des Facebook-Konzerns über Stunden nicht zugänglich. Die Panne, die Facebook-Gründer Mark Zuckerberg einen zwischenzeitlichen Verlust von mehr als sechs Milliarden Dollar bescherte, dürfte einige kleinere Konkurrenten umso mehr gefreut haben. Messenger-Dienste wie Telegram und Signal wurden während der sechsstündigen Panne überdurchschnittlich oft gesucht, wie ein Blick in die Google-Trends verrät.

Twitter als großer Gewinner

Kurz vor 18 Uhr am Montagabend nahmen Websuchen nach dem Stichwort "Telegram" stark zu. Ähnlich steil stiegen die Anfragen zum Nachrichtendienst "Signal", der während der Panne von NSA-Whistleblower Edward Snowden für seine Sicherheit und Verschlüsselung gelobt wurde. Wie der Messenger auf Twitter schreibt, hätten innert eines Tages Millionen von neuen Nutzern die App heruntergeladen. Gleichzeitig wünschten sie den Ingenieuren der Konkurrenz gutes Gelingen beim Bewältigen der Panne.

Der größte Profiteur der Panne dürfte wohl der Kurznachrichtendienst Twitter sein. Aufgrund des Total-Blackouts im eigenen Netzwerk blieb auch Facebook nichts anderes übrig, als Informationen zur Störung auf der Plattform der Konkurrenz zu teilen. Derweil amüsierten sich viele Twitter-Nutzer unter den Hashtags #whatsappdown und #internetshutdown über die Panne des Social-Media-Giganten, auch die Konkurrenz Telegram schaffte den Sprung in die Twitter-Trends.

Mittlerweile sind die betroffenen Plattformen wie Whatsapp, Instagram und Facebook wieder online. Aufgrund der Panne verlor die Facebook-Aktie zeitweise 16 Prozent ihres Wertes. Der Megakonzern sieht sich außerdem durch Aussagen der Whistleblowerin und ehemaligen Facebook-Mitarbeiterin Frances Haugen belastet, die anprangert, dass Facebook weiter auf Wachstum gesetzt habe, obwohl dem Unternehmen negative Auswirkungen der Plattform auf die Nutzerinnen und Nutzer bekannt gewesen seien.

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