Diese Medikamente helfen bei Corona-Erkrankung

Derzeit scheint sich die Situation auf Österreichs Intensivstationen zu entspannen. Symbolbild.
Derzeit scheint sich die Situation auf Österreichs Intensivstationen zu entspannen. Symbolbild.HELMUT FOHRINGER
Auch wenn es kein Heilmittel für Corona gibt so können manche Medikamente doch die Sterblichkeit um ein gutes Drittel senken.

Das Immunsystem reagiert auf eine Infektion mit dem Coronavirus wie auf eine starke Blutvergiftung. Auch wenn Medikamente die Symptome nur lindern können, so haben Studien ergeben, dass dadurch die Sterblichkeit deutlich gesenkt werden kann.

Im Ö1-Mittagsjournal war zu diesem Thema der Intensivmediziner Bernhard Rössler vom AKH Wien zu Gast. "Wir sehen, dass bestimmte Medikamente demselben Patienten an einem Tag helfen können und am anderen nicht mehr, dann ist sozusagen der Zeitpunkt verstrichen und der Nutzen durch ein Medikament eben nicht mehr herstellbar", so dieser.

Erst Antiviral

Unmittelbar nachdem das Virus erstmals in den Körper des Wirten eindringt, helfen antivirale Medikamente wie das Ebola-Präparat Remdesivir. Doch ein Einsatz dessen ist meistens nur in der allerersten Phase sinnvoll, in der die infizierte Person selbst als auch Mediziner die Erkrankung noch nicht feststellen können.

Höhere Relevanz bemisst man deswegen den entzündungshemmenden Medikamenten. Denn "Das Immunsystem reagiert, wie wir es auch bei einer schweren Sepsis, einer schweren Blutvergiftung sehen", erklärt Rössler. Das könne im schlimmsten Fall bis zum Organversagen führen.

Kortikoide

Die Gruppe der Kortikoide hat sich deswegen bisher als am wirksamsten erwiesen. Die entzündungshemmende Wirkung konnte die Sterblichkeit auf Intensivstationen um ein Drittel senken. Zum Einsatz kommt etwa das Kortison-ähnliche Dexamethason.

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