Zwischen Februar und November 2024 wurde Australiens Südküste von einer toxischen Algenblüte heimgesucht. Die Folgen waren verheerend: Meerestiere starben zu Tausenden, Badegäste klagten über gesundheitliche Beschwerden.
Forscher haben nun herausgefunden, dass die Mikroalge Karenia cristata für die Katastrophe verantwortlich ist. Die winzigen Einzeller setzen gefährliche Nervengifte frei, sogenannte Brevetoxine.
Wie spektrum.de berichtet, ist Karenia cristata die giftigste Mikroalgenart, die bisher beschrieben wurde. Die Untersuchung von Wasserproben aus dem Gebiet der Algenblüte bestätigte dies.
Das massenhafte Auftreten der Giftalgen dauerte monatelang an und verursachte enorme ökologische und wirtschaftliche Schäden. Wirbellose Tiere, Fische, Säugetiere und Vögel fielen den Toxinen zum Opfer.
Die schädliche Algenblüte sei auch etwa 15 Monate nach ihrem Beginn noch nicht vollständig abgeklungen, so die Wissenschaftler. Es sei wichtig, aufzuklären, welche Faktoren das Algenwachstum fördern.
Die Entwicklung von Testverfahren, die toxische Algen frühzeitig nachweisen können, könne künftig helfen, einer massenhaften Vermehrung entgegenzuwirken.