Sauerstoff fehlt im Wasser

Hitzewelle tötet seltene Fische in der Pielach

In der Pielach sind mehrere stark gefährdete Huchen verendet. Der WWF fordert jetzt rasch mehr Wasser für kritische Flussabschnitte.
Victoria Carina  Frühwirth
02.07.2026, 18:24
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Die jüngste Hitzewelle hat in der Pielach (Bezirke St. Pölten-Land und Lilienfeld) ein trauriges Bild hinterlassen. In Wasserkraft-Restwasserstrecken wurden mehrere tote Huchen entdeckt. Für den WWF ist das ein schwerer Rückschlag im Kampf um den Erhalt des seltenen Donaulachses. Auch die Fische in der March sind vom aufgeheizten, flachen Wasser betroffen – "Heute" berichtete.

Sauerstoffgehalt sinkt mit Pegel

"Die toten Huchen sind ein schwerer Verlust für den Artenschutz. In der akuten Hitzelage brauchen gefährdete Abschnitte sofort mehr Wasser, auch durch vorübergehend höhere Wasserabgaben von Kraftwerken", sagt WWF-Expertin Marie Pfeiffer.

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Besonders gefährlich sind Restwasserstrecken. Dort wird Wasser für Kraftwerke ausgeleitet, im Flussbett bleibt oft nur ein kleiner Teil des natürlichen Abflusses zurück. Bei Hitze wird das schnell zum Problem: Der Wasserstand sinkt, der Sauerstoffgehalt nimmt ab, flache Stellen heizen sich rasch auf. Für hitzeempfindliche Fische wie den Huchen kann das tödlich enden.

WWF fordert Schutz von gefährdetem Fisch

Der Huchen braucht kühles, sauerstoffreiches Wasser, tiefe Rückzugsräume, intakte Laichplätze und freie Wanderwege. Genau diese Bedingungen fehlen in vielen verbauten oder ausgeleiteten Flussabschnitten immer öfter.

Der WWF fordert nun die konsequente Umsetzung des Landes-Alarmplans gegen hitzebedingtes Fischsterben. In besonders kritischen Bereichen sollen Kraftwerke bei Hitzelagen vorübergehend mehr Wasser abgeben, bevor weitere Tiere verenden.

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Wiederherstellung dringend nötig

Langfristig brauche es ein Schutzprogramm für die letzten Huchenflüsse, mehr Renaturierung und die Sanierung ökologisch kritischer Restwasserstrecken. Auch neue Verbauungen und zusätzlicher Wasserkraftdruck in sensiblen Abschnitten müssten verhindert werden.

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"Das Huchensterben zeigt, wie wenig Reserve bedrohten Arten in überhitzten und ausgeleiteten Gewässern bleibt. Wer die letzten Huchenflüsse erhalten will, muss ihre Lebensräume konsequent wiederherstellen", sagt Pfeiffer.

Schlusspunkt: Wo der Huchen noch überlebt, ist der Fluss meist noch in halbwegs gutem Zustand. Sein Tod ist daher mehr als ein Fischsterben - es ist ein Warnsignal für ganze Gewässer.

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