Keine Gästefans in Stadien, Maskenpflicht in Hartberg

Das Coronavirus sorgt für neue Regeln im Stadion
Das Coronavirus sorgt für neue Regeln im Stadiongepa
Fans in den Bundesliga-Stadien, trotz Coronavirus – wie soll das funktionieren? Die Konzepte nehmen Form an, aber es sind noch Fragen offen.

Fest steht schon jetzt: In der kommenden Saison gilt für Bundesliga-Spiele eine Zuschauer-Obergrenze von 10.000 Personen. Dazu kommen aber individuelle Regeln für die Klubs. Konkret heißt das: Die maximale Stadion-Auslastung ist von der Infrastruktur und den lokalen Behörden abhängig.

Rapid leidet am meisten

Die Austria zum Beispiel darf pro Heimspiel zwischen 7.500 und 8.000 Fans in die 17.000 Plätze fassende Generali Arena lassen. Für Wirtschafts-Boss Markus Kraetschmer ein wichtiger Schritt. "Damit können wir auch den Abo-Verkauf starten und den Leuten eine gewisse Perspektive geben." Stadtrivale Rapid ist von der 10.000er-Beschräknung durch den höheren Zuschauer-Schnitt härter getroffen. Geschäftsführer Christoph Peschek hofft, dass man von der harten Zahl zu einer Prozent-Regelung wechseln könnte. Ihm schwebt eine "prozentuelle Orientierung an der jeweiligen Stadionkapazität mit entsprechenden Präventionskonzepten" vor.

Gäste-Fans wird es in den Stadien voraussichtlich weiterhin nicht geben. Rapid und Sturm Graz bemühen sich, auch diese Vorgabe zu ändern. "Wir bemühen uns in den laufenden Arbeitsgruppen noch darum, dass Auswärtsfans möglich sind, aber der Großteil der Klubs ist dagegen", meint Sturm-Wirtschaftsboss Thomas Tebbich.

Bei den "Blackies" sollen übrigens die Spiele vor bis zu 10.000 Fans in der Merkur-Arena (15.750 Plätze) steigen, die Grazer wollen die Maximal-Kapazität voll ausschöpfen. In Hartberg sollen alle 2.500 Sitzplätze besetzt werden. "Allerdings mit Maskenpflicht", erklärt Klub-Boss Erich Korherr. Der LASK wird wegen des größeren Fassungsvermögens wohl von Pasching auf die Gugl übersiedeln.

Weiter offen ist die Frage, was das von der Regierung geplante Ampel-System für den Stadion-Betrieb bedeutet. Werden die Matches bei Rot wieder als Geisterspiele ausgetragen, wodurch die Klubs den Abonnenten Geld zurückzahlen müssen? Sind alle Klubs gleichermaßen betroffen oder gibt es regionale Unterschiede? Austria-Boss Kraetschmer fragt sich: "Gilt die Ampel dann für ganz Wien oder ist die Ampel in Wien-10 anders als in Wien-14? Und was machen wir, wenn die Ampel in Linz einen Tag bevor wir nach Linz fahren, anders ausschaut?"

"Einige offene Baustellen"

Auch der Einfluss des Ampelsystems auf den Trainings-Betrieb ist noch nicht genau geregelt. Sturm-Wirtschaftschef Tebbich fordert ligaweite Regelungen, die besser greifen sollen als die aktuellen bundesweiten Regeln: "Es gibt noch einige offene Baustellen, die nicht österreichweit abgehandelt werden. Das finde ich prinzipiell nicht gut, weil die Unterschiedlichkeit die Kommunikation und Abstimmung (Anm.: unter den Bundesliga-Klubs) schwieriger macht."

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