Diese Reiseziele sind schwulenfeindlich

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Schwulen und lesbischen Urlaubern bläst leider auch im 21. Jahrhundert noch an vielen Orten ein kalter Wind entgegen. Schweden, Frankreich oder die Niederlande gelten als besonders tolerant, Urlaubsländer wie die Bahamas, Malediven oder Jamaika gelten in dieser Hinsicht als besonders rückständig.

Im jährlich erscheinenden Spartacus Gay Travel Index wurden 138 Länder in punkto Toleranz gegenüber Homosexuellen unter die Lupe genommen. Bei der Bewertung wurden Kategorien wie Ehe/Partnerschaft, Anti-Schwulen-Gesetze, Einfluss der Kirche auf die Situation Homosexueller, Verfolgung oder Todesurteile zur Beurteilung herangezogen.

Leider wird es Urlaubern oft nicht einfach gemacht, mit ihrer sexuellen Orientierung offen umzugehen. Denn vielerorts ist Homosexualität nach wie vor verpönt oder steht sogar unter Strafe.

Schweden am tolerantesten, Österreich 14.

Wie der Index zeigt, gelten die Länder in Europa als vergleichsweise tolerant. Schweden ist Vorreiter und belegt Platz eins im Ranking. Auf Platz zwei folgen ex aequo Belgien, Frankreich, Niederlande und Großbritannien. Kanada, Dänemark und Island belegen Rang drei. Spanien (9.) und Deutschland (12.) liegen knapp vor Österreich, das sich Platz 14 mit sieben anderen Ländern teilt. Wie "Heute" berichtete, .

Während Italien und die USA auf Platz 38 landeten, liegt Griechenland (60.) nur mehr im Mittelfeld. Daran kann auch die Beliebtheit der griechischen Insel Mykonos als Reiseziel für Singles und gleichgeschlechtliche Paare nichts ändern. Nachbarland Türkei liegt schon eher am Ende der Liste (104.).

Horror-Inseln für Homosexuelle: Bahamas und Malediven

In vielen Urlaubsländern, in denen auch viele Österreicher am Strand liegen und es sich gut gehen lassen, müssen Homosexuelle mit harten Strafen rechnen oder sogar um ihr Leben bangen. Die Trauminseln Bahamas (125.) und Malediven (127.) sind für bekennende Schwule und Lesben ein Albtraum - hier werden sie sogar verfolgt. Auf Mauritius (104.) droht ebenfalls eine Verurteilung.

In Ägypten (131.) ist nicht nur die Frauenfeindlichkeit allgegenwärtig, sondern sind auch homophobe Denkweisen weit verbreitet. Auch im Kirchenstaat Vatikan (Platz 127) wird Homosexualität nicht gebilligt und ist strafbar. In Jamaika und Russland (beide Platz 134) herrschen Zustände wie im Mittelalter. Hier werden Homosexuelle verfolgt und manchmal sogar aus Hass ermordet.

Leider geht es sogar noch schlimmer. In den Vereinigten Arabischen Emiraten (137.) und im Iran (138.) bietet das Recht weder Schutz noch Gerechtigkeit - Homosexuellen droht sogar die Todesstrafe.

Wie geht man mit Anfeindungen um?

Es gibt drei Möglichkeiten, mit Homophobie im Urlaub umzugehen. Entweder verhält man sich offensiv und natürlich, lässt böse Blicke abprallen und konfrontiert andere Menschen unverblümt mit der eigenen Sexualität.

Die zweite Option ist es,   und so möglichen Problemen aus dem Weg zu gehen. Eine richtige oder falsche, mutige oder feige Entscheidung gibt es in diesem Fall nicht. Denn wie jemand damit umgeht, hängt von seinem Charakter ab und sollte jedem selbst überlassen sein.

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