Diese Superreichen fordern: "Besteuert uns!"

Disney-Erbin Abigail Disney fordert ihre Regierung auf, die Steuern für reiche Menschen wie sie zu erhöhen.
Disney-Erbin Abigail Disney fordert ihre Regierung auf, die Steuern für reiche Menschen wie sie zu erhöhen.picturedesk.com
Regierungen weltweit sollen die Steuern für Wohlhabende erhöhen. Das verlangen über 170 Superreiche in einem offenen Brief. 

Millionäre und Milliardäre aus diversen Ländern wollen ihr Geld für den Kampf gegen die Corona-Krise einsetzen. Die Superreichen fordern ihre Regierungen auf, die Steuern für reiche Menschen wie sie zu erhöhen. In einem offenen Brief an den "Guardian" schreiben sie daher: "Besteuert uns. Besteuert uns. Besteuert uns."

Mit Geld die Corona-Krise bewältigen

Zu den Personen, die den Brief unterzeichnet haben, gehören Jerry Greenfield, Mitgründer des US-Eis-Produzenten Ben & Jerry’s, und die Disney-Erbin Abigail Disney. Die Liste der Namen wird immer länger. Binnen Stunden hat sie sich verdoppelt. Mittlerweile sind es über 170 Superreiche aus den USA, Spanien, Frankreich, Deutschland oder Großbritannien. Österreichische Namen sind nicht aufgeführt.

Auch Jerry Greenfield, Mitgründer des US-Eis-Produzenten Ben & Jerry’s (Mitte) fordert: "Besteuert uns!"
Auch Jerry Greenfield, Mitgründer des US-Eis-Produzenten Ben & Jerry’s (Mitte) fordert: "Besteuert uns!"picturedesk.com

Im Brief halten sie weiter fest, dass die Auswirkungen dieser Krise noch Jahrzehnte dauern würden. Daher drohten Hunderten von Millionen Menschen Armut und Verlust des Arbeitsplatzes. Millionäre würden bei "der Heilung unserer Welt" eine entscheidende Rolle spielen.

"Sofort. Substanziell. Dauerhaft"

"Wir füllen keine Regale für Lebensmittelgeschäfte auf und liefern keine Lebensmittel von Tür zu Tür. Aber wir haben viel Geld", so die Superreichen weiter. Und dieses Geld werde jetzt dringend benötigt. Daher müssten die Steuern für wohlhabende Menschen erhöht werden. "Und zwar sofort. Substanziell. Dauerhaft."

Einfach Geld zu spenden, ist laut den Unterzeichnern keine Lösung. Die Krise könne man nicht mit Wohltätigkeit lösen – egal, wie großzügig sie sei. "Regierungschefs müssen die Verantwortung dafür übernehmen, die benötigten Mittel aufzubringen und fair auszugeben."

Auch in Österreich sind Millionärs-Steuern für die Mehrheit wünschenswert. Die Superreichen sollen etwas beitragen, ist die Grundidee.

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