Diese Taxidrohne fliegt schon bald über Linz

So eine Taxidrohne soll schon bald über Linz schweben.
So eine Taxidrohne soll schon bald über Linz schweben.Linz AG
Wie kann man in Linz das Verkehrsproblem lösen. Mit einem Mobilitätskonzept versucht es die Politik. Dabei spielen auch Drohnen eine Rolle.

Sie sollen einen Teil der Verkehrslawine, die sich tagtäglich durch Linz schlängelt, auflösen. Drohnen gelten als das Fortbewegungsmittel der Zukunft. Und in Linz könnte schon bald ein wichtiger Meilenstein geschaffen werden.

Schon im Jahr 2019 hatte die Linz AG gemeinsam mit den Flugzeugkomponenten-Hersteller FACC aus Ried die Pläne für ein Flugtaxi vorgestellt. Doch durch die Corona-Pandemie verzögert sich das Projekt, denn eigentlich sollten die ersten Flüge auf einer Testrecke über Wien schon 2020 stattfinden.

Nun kommt aber wieder Bewegung in die ganze Sache. "Der ursprüngliche Zeitplan hat sich aufgrund der Corona-Pandemie etwas verzögert. Ende letzten Jahres konnte dennoch erfolgreich die erste Erprobungsbewilligung von der Behörde ausgestellt werden. Die Abnahme erfolgte am Firmengelände von FACC. Derzeit läuft das Bewilligungsverfahren für den ersten Airtaxi-Flug im Raum Linz mit der Behörde (Austro Control). Nach dem 'Erstflug' werden die weiteren Schritte für die Errichtung der Testflugstrecke eingeleitet", heißt es dazu aus der Linz AG gegenüber "Heute".

So soll Verkehrsproblem gelöst werden

Doch natürlich können Drohnen alleine das Verkehrsproblem nicht lösen. Deshalb präsentierten Bürgermeister Klaus Luger (SPÖ) und Infrastrukturreferent Markus Hein (FPÖ) ein neues Möbilitätskonzept für die Stadt, die derzeit mehr als 300.000 Fahrten über die Stadtgrenzen verkraften muss.

"Wir benötigen zukunftsorientierte Mobilitätsalternativen, die eine klimawirksame Verminderung von Treibhausgasen bewirken", so Luger. Hein betont, "dass dabei aber die Wahlfreiheit für die Verkehrsteilnehmer sichergestellt werden muss."

Und das sind die Hauptpunkte:

-> Fußgänger und das Gehen wertschätzen: Beste Infrastruktur für Menschen, die zu Fuß gehen, soll geschaffen werden. Das beinhaltet sichere Schulwege und Querungsmöglichkeiten und kurze Wartezeiten bei Ampeln.

-> Linz zur Radfahrstadt machen: Der Radverkehrsanteil (derzeit bei 7,5 Prozent) soll gehoben werden. Neuplanungsgebiete werden künftig mit Radverkehrsanlagen ausgestett. Die Verfügbarkeit von Rädern (etwa zum Leihen) soll verstärkt werden.

-> Öffi-Verkehr ausbauen: Da die Zahl der nicht motorisierten Menschen (junge und alte) in Zukunft steigen wird, steigt die Nachfrage nach Öffi-Verkehr. Das entsprechende Angebot, vor allem in den Spitzenzeiten muss ausgebaut, die Qualität verbessert werden.

->Vernetzung von verschiedenen Mobilitäten: Intelligente Verkehrsknoten sollen eine stärke Rolle spielen. Etwa Bike&Ride-Anlagen, die weniger Stellfläche benötigen als Park&Ride-Anlagen. 

-> Mobilitätsinnovationen: Linz hat sich zum Hotspot für Innovation und Digitalisierung entwickelt. Das soll auch in Sachen Transportformen so sein, etwa die angesprochenen Taxidrohnen, oder aber auch die Öffi-Seilbahn, die aus dem Linzer Süden in die Stadt führen soll.

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