Diesen Unterschied macht eine Luxusuhr auf Reisen aus

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Journalist Matt Meltzer aus Miami wollte unbedingt wissen, ob Reisende mit Luxusuhren am Handgelenk von Flugbegleitern, Hotelmitarbeitern und Co. besser behandelt werden. Daher borgte er sich drei sündhaft teure Armbanduhren aus und startete ein soziales Experiment, über das er nun auf der Reise-Website "Thrillist" berichtet.

Journalist Matt Meltzer aus Miami wollte unbedingt wissen, ob Reisende mit Luxusuhren am Handgelenk von Flugbegleitern, Hotelmitarbeitern und Co. besser behandelt werden. Daher borgte er sich drei sündhaft teure Armbanduhren aus und startete ein soziales Experiment, über das er nun auf der Reise-Website "Thrillist" berichtet.

Meltzer lieh sich über das Unternehmen Eleven James für 133 Euro im Monat verschiedene Luxusuhren aus. Darunter eine Blancpain Fifty Fathoms Bathyscaphe im Wert von 9.338 Euro, eine Bell and Ross 03-92-S im Wert von 3.468 Euro und eine Breitling Superocean Heritage im Wert von 4.912 Euro. Alles Uhren, die sich meist nur Menschen mit viel Geld leisten.

"Im Laufe des Sommers verbesserte sich die Art und Weise, wie ich auf Reisen behandelt wurde, generell", sagt Meltzer nach dem Experiment. Er berichtet von Hotelmitarbeitern, Flughafenmitarbeitern und Flugbegleitern, die ihm eine Extrabehandlung zuteil werden ließen.

Boardingpass statt Flug am nächsten Tag

Als Schlechtwetter in Houston vielen Fluggästen einen Strich durch die Rechnung machte, vertröstete ein Mitarbeiter andere Passagiere auf den nächsten Tag. Meltzer jedoch sprach mit demselben Angestellten, der ihm Bordingpässe für den Rückflug nach Miami am selben Tag ausstellte.

Bei Upgrades in die First Class hätten Menschen ihn wegen seiner Uhren angesprochen. In einer Bar in Providence (Rhode Island) hätte sogar eine Frau aus "einer höheren Liga" mit ihm zu flirten begonnen, weil sie ebenfalls eine Bell and Ross trug. Die Menschen, die ihm auf Reisen begegneten, gaben sich gar keine Mühe, nicht genau auf seine Uhren zu blicken.

Ohne Charme, aber mit Uhr

Meltzer berichtet von einem Interviewtermin mit einer Führungskraft einer Kreuzfahrtgesellschaft. "Als er sich setzte, holte ich mein Notebook heraus. Seine Augen wanderten direkt zu meinem Handgelenk. Er sagte nichts, aber seine Augen blieben so lange dort, dass es offensichtlich war, dass er nachsehen wollte, welche Uhr ich trage." Es folgte eine Einladung zu einem Dinner mit ihm und anderen Führungskräften. Dort wurde wiederum seine Uhr ebenfalls beäugt und er erneut eingeladen. Nachsatz: "Und glauben Sie mir, ich bin nicht charmant".

Meltzer sagte, das Experiment hätte seine Augen geöffnet. "Ein Accessoire, über das ich nie wirklich nachgedacht habe, hinterließ einen Eindruck, den ich nicht erwartet hätte". Er sei sich nicht sicher, ob die Uhr alleine den Ausschlag gibt oder auch das Selbstvertrauen, das sie verleiht, eine Rolle spielt. "Jedenfalls haben ich und meine Uhr eindeutig eine Botschaft ausgesendet."

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