Dieses "fliegende Auto" könnte bald Leben retten

In Israel wird an einem autonom fliegenden Flugzeug zum Einsatz für Katastrophenfälle gearbeitet. Die OÖ-Delegation, darunter auch "Heute", besuchte Entwickler Urban Aeronautics.
Was aussieht, als wäre es gerade eben aus dem neuen "Star Wars"-Blockbuster entsprungen, könnte bald schon Leben retten.

Cormorant – so nennt sich dieses selbstfliegende Flugobjekt. Es ist – wie die Hersteller selbst sagen – so groß wie ein Auto. Aber dann doch eher vergleichbar mit einem Helikopter. Dabei soll es noch viel mehr können als ein "einfacher" Hubschrauber, wie die Entwickler von Urban Aeronautics in Jawne (Israel) versprechen.

Es soll nämlich dort hinfliegen können und dann zum Einsatz kommen, wo Helis an ihre Grenzen stoßen (z.B. in besonders bergigen und bewaldeten Gebieten) und Menschen ihr Leben für andere Menschen riskieren (z.B. bei Naturkatastrophen wie Waldbränden, Erdbeben oder Überschwemmungen).

Seit Montag ist LH Thomas Stelzer mit einer Delegation aus Vertretern der oö. Wirtschaft, Politik, Religion und Kirche sowie heimischen Journalisten in Israel unterwegs. Am Dienstag wurde in Bethlehem das Friedenslicht entzündet. Mittwoch stand nach dem Besuch der Uni in Holon (Hit Holon Institute of Technologie) jener bei Urban Aeronautics an.

Bis zu 180 km/h schnell



CommentCreated with Sketch.0 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Auf bis zu 180 km/h soll es der Cormorant bringen und bis zu 500 Kilo (auf einer Strecke von 50 Kilometer) stemmen können. Damit ist er für Hilfseinsätze, bei denen Menschen rasch mit Lebensmittel, Wasser und Medizin versorgt werden müssen, bestens geeignet.

Darüberhinaus soll er auch für die Instandhaltung von Stromleitungen oder Brückeninspektionen eingesetzt werden können. Auch in der Landwirtschaft, so etwa zum Bewässern der Felder (wie im Imagefilm zu sehen), soll er zum Einsatz kommen.

300 Test-Flüge hat der Cormorant auf dem Bild bislang schon absolviert. Noch ist er aber nicht am Markt zugelassen. 2023 soll es aber soweit sein, so Gründer von Urban Aeronautics, Rafi Yoeli. Geplanter Kaufpreis: 3 bis 5 Millionen Euro. Nichts also für die private Geldtasche.

Autonomes Lufttaxi von FACC



Mit dem Cormorant könnte der Flugzeugkomponenten-Hersteller FACC aus Ried im Innkreis starke Konkurrenz bekommen. Eineinhalb Jahre lang hat man im Innviertel auf ähnlichem Gebiet geforscht. Dabei ist das selbstfliegende Lufttaxi entstanden, das 2020 in Linz abheben soll. Der wesentliche Unterschied zum Cormorant: FACC konzentriert sich derzeit auf das Fliegen im städtischen Bereich als Taxi, Urban Aeronautics auf den militärischen Zweck bzw. Katastropheneinsatz.



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