Umwelt-Innovation

Roboterfisch Gillbert frisst Mikroplastik

Ein Roboterfisch namens "Gillbert" soll Seen und Flüsse von Mikroplastik befreien. Erfunden hat ihn eine Chemie-Studentin.
Technik Heute
04.03.2026, 20:53
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Mikroplastik ist eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit. Winzige Plastikteilchen verschmutzen Seen, Flüsse und Meere weltweit. Jetzt gibt es eine ungewöhnliche Lösung: einen Roboterfisch, der das Plastik einfach aus dem Wasser filtert.

Das Konzept stammt von der Chemie-Studentin Eleanor Mackintosh, die beim "Natural Robotics Contest" mit ihrer Idee den ersten Preis gewann. Robotik-Forscher Robert Siddall und sein Team haben den Entwurf dann in die Tat umgesetzt und den modularen Fischroboter gebaut.

Wie forschung-und-wissen.de berichtet, filtert der Roboterfisch "Gillbert" das Wasser, indem er seinen Mund öffnet und schließt. Ist der Mund zu, drückt eine künstliche Zunge das Wasser durch die Kiemen. Ein Nylonnetz fängt dabei alle Plastikpartikel ab, die größer als zwei Millimeter sind.

So schnell schwimmt "Gillbert"

Bei einem ersten Test in einem See konnte der ferngesteuerte Prototyp tauchen und an der Oberfläche schwimmen. Allerdings war er mit nur 5 Zentimetern pro Sekunde noch ziemlich langsam. Schuld daran sind die kleinen Antriebsmotoren und der hohe Widerstand des Filterkopfes.

Was die Zukunft bringt

Die Forscher arbeiten bereits an Verbesserungen. Die Schwanzflossen sollen optimiert werden, damit "Gillbert" schneller wird. Außerdem ist eine Docking-Station geplant, an der sich der Roboter aufladen kann, während das gesammelte Plastik abgepumpt wird.

Langfristig soll "Gillbert" völlig autonom arbeiten, um größere Gewässer zu säubern. Auch die Analyse des Plastiks direkt bei der Entnahme ist angedacht - dafür müssen die Instrumente aber noch kleiner werden. Der kleine Roboterfisch zeigt jedenfalls, dass gute Ideen auch von fachfremden Köpfen kommen können.

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