Plastikstreit

EU erlaubt chemisches Recycling bei Plastikflaschen

Die EU lässt künftig chemisch recyceltes Plastik für Flaschen zu. Umweltschützer warnen vor mehr Energieverbrauch und Umweltbelastung.
Newsdesk Heute
06.02.2026, 21:35
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In Zukunft soll chemisches Recycling bei der Produktion von Plastikflaschen in der EU wichtiger werden. Am Freitag haben die meisten EU-Länder dafür gestimmt, dass dieses Verfahren bei der Recyclingquote angerechnet werden darf. Umweltorganisationen sind davon aber wenig begeistert, weil dabei viel mehr Energie gebraucht wird.

Laut den EU-Vorgaben müssen in Plastikflaschen derzeit mindestens 25 Prozent wiederverwertetes Plastik stecken. Bis 2030 soll dieser Anteil auf 30 Prozent steigen.

Bisher wurde aber nur Plastik gezählt, das durch mechanische Methoden wie Waschen, Zerkleinern und Umschmelzen recycelt wurde.

Mehr Energie und schadet der Umwelt

Die neue Entscheidung am Freitag geht auf einen Vorschlag der EU-Kommission zurück. Die Behörde will damit mehr Investitionen in der Branche anlocken, weil die Konkurrenz aus Asien immer stärker wird.

Das chemische Recycling soll vor allem helfen, schwer zu recycelnde Verpackungen – zum Beispiel Joghurtbecher – wiederzuverwenden.

Umweltorganisationen warnen aber: Das Verfahren, bei dem Plastik auf sehr hohe Temperaturen erhitzt wird, braucht deutlich mehr Energie und schadet der Umwelt stärker als die bisherigen Methoden.

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