Immer wieder zahlen Reisende auf Flughäfen dafür, um ihre Koffer mittels Folie vor Verschmutzung, Kratzern, Flüssigkeitseintritt, aber auch vor dem Zugriff Unbefugter zu schützen. Doch damit ist bald Schluss.
Die sogenannte Schrumpffolie, die an Flughäfen gegen eine Gebühr angeboten wird, ist eine Art Klarsichtfolie, in die ein Koffer eingewickelt werden kann. Da die Folie jedoch aus Kunststoff besteht, ist sie umweltschädlich - und der EU damit ein Dorn im Auge.
Laut einem neuen Entwurf der EU-Verpackungsrichtlinie (Revision of Directive 94/62/EC) ist nämlich mit einigen Verpackungen bis zum 31. Dezember 2027 Schluss. Und das gilt auch für die Kofferfolie: "Einweg-Kunststoffverpackungen an Flughäfen (Schrumpffolie für Koffer und Taschen) würden ebenfalls verboten werden", heißt es in dem Text.
Bereits jetzt haben allerdings einige Flughäfen die Folie verbannt - und nicht nur, weil sie den EU-Richtlinien nicht entspricht. So weist der Flughafen Hannover in seinen offiziellen Beförderungsbestimmungen darauf hin, dass Gepäckstücke "nicht mit umwickelter/eingeschweißter Folie versehen" werden dürfen. Der Grund abseits des Umweltproblems: Die Folie würde Probleme beim Durchleuchten des Gepäcks mit der Röntgenanlage sowie beim Transport mit der Gepäckförderanlage machen, erklärte eine Flughafensprecherin gegenüber dem Portal "Reisereporter".
Auf einigen Flughäfen in der EU wird das sogenannte "Gepäck-Wrapping" vorerst jedoch sicherlich weiterhin angeboten. Ein vollständiges Verbot von Kofferfolie und allen Einweg-Folienformaten – es betrifft übrigens auch die immer noch vorgeschriebenen durchsichtigen 1-Liter-Beutel für Kosmetik im Handgepäck – soll bis spätestens 1. Jänner 2030 gelten. Bis dahin tritt es mit gewissen Übergangsfristen schrittweise in Kraft.