Nach Festnahme in Afrika

Millionen im Koffer – Vorarlberger in Nigeria angeklagt

Mit einem Millionenbetrag war ein Österreicher in Nigeria gestoppt worden – jetzt stand der Mann erstmals vor Gericht – die Anklage wurde erhoben.
Christoph Weichsler
11.01.2026, 16:30
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Ein österreichischer Staatsbürger, der im Dezember 2025 mit einem hohen Bargeldbetrag am Flughafen von Lagos (Nigeria) aufgegriffen worden war, muss sich nun vor Gericht verantworten. Wie das nigerianische Nachrichtenportal "The Guardian" berichtete, wurde der Mann am Donnerstag (8. Jänner) einem Bundesgericht in Lagos vorgeführt.

Ihm wird vorgeworfen, am 13. Dezember 2025 am internationalen Flughafen Murtala Muhammed Bargeld im Wert von 800.575 US-Dollar und 651.505 Euro nicht ordnungsgemäß deklariert zu haben. Das Verfahren lief wegen eines mutmaßlichen Verstoßes gegen das nigerianische Geldwäschegesetz.

Angeklagter plädierte auf nicht schuldig

Die Anklage wurde von der nigerianischen Anti-Korruptionsbehörde EFCC (Economic and Financial Crimes Commission) eingebracht. Laut Gerichtsprotokoll bekannte sich der Beschuldigte nicht schuldig.

Zu Herkunft und Verwendungszweck des Bargeldes wurden im Rahmen der Verhandlung keine Angaben gemacht. Es gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.

Entscheidung über Kaution vertagt

Wie "The Guardian" weiter berichtete, beantragte die Verteidigung die Freilassung des Mannes gegen Kaution. Die Staatsanwaltschaft ersuchte um Zeit, um den Antrag zu prüfen. Das Gericht vertagte die Entscheidung auf den 16. Jänner. Bis dahin bleibt der österreichische Staatsbürger in Untersuchungshaft.

Hinweise auf Vorarlberg-Bezug

Eine offizielle Bestätigung der Anklagepunkte durch österreichische Behörden lag zunächst nicht vor. Das Außenministerium bestätigte jedoch gegenüber "vol.at", dass sich ein österreichischer Staatsbürger in Nigeria in Haft befinde und von der Botschaft in Abuja betreut werde. Es deuteten mehrere voneinander unabhängige Hinweise darauf hin, dass es sich bei dem Angeklagten um einen Unternehmer aus dem Vorarlberger Rheintal handeln könnte.

Ermittlungen in Österreich offen

Ob in Österreich im Zusammenhang mit dem Fall ermittelt wird, ist unklar. Wie es juristisch weitergeht, entscheidet sich frühestens am 16. Jänner. Bis dahin bleibt der Fall eines der spektakulärsten Bargeldverfahren eines Österreichers im Ausland.

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