Neues Armband rettet Kinder vor dem Ertrinken

Schreckliche Badeunfälle bestimmen derzeit die Schlagzeilen. Das Rote Kreuz hat mit einer Firma aus Linz-Leonding ein Armband entwickelt, das Leben rettet.

Es ist oft ein kleiner Moment der Unachtsamkeit, der für kleine Kinder bereits tödlich sein kann. Ob Gartenteiche, Biotope, Pools oder Seen und Flüsse. Stürzt ein Kind ins Wasser, ist es bereits in Lebensgefahr.

So wie der Fall des kleinen 2-jährigen Buben, der in Grieskirchen in einen Schwimmteich fiel und jetzt um sein Überleben kämpft.



Schock blockiert Atmung

Schon 20 Zentimeter Wassertiefe reichen aus, warnt das Rote Kreuz OÖ. "Der Schock beim Eintauchen blockiert die Atemwege und führt zum Ersticken. Zudem haben Kinder einen schweren Kopf und eine ungeübte Muskulatur", so der OÖ Rot-Kreuz-Präsident Walter Aichinger.

Ein Armband, das das Rote Kreuz mit dem Leondinger Unternehmen "Delfin Wellness" entwickelt hat, soll für mehr Sicherheit sorgen. Das System mit dem Namen "Moby Kid" (Infos: www.moby-kid.at) könnte sogar Leben retten.



Wasser-Berührung löst Alarm aus


„Das Kernstück dieser Innovation bildet ein spezielles Armband. Kommt dieses mit Wasser in Berührung, löst die Basisstation einen lauten Alarm aus. Durch diesen schrillen Ton werden die Aufsichtspersonen sofort aufmerksam und können den Schützling rasch aus seiner vielleicht lebensbedrohlichen Lage befreien. Das komplette System ist mobil und kann somit an unterschiedlichen Standorten verwendet werden, sei es am Pool oder im Schwimmbad. Einzig die Reichweite von etwa 50 Metern muss immer gewährleistet sein", so der Geschäftsführer von Delfin Wellness, Harald Kogler.



Aufsichtspflicht an oberster Stelle


Trotz aller Vorkehrungen sollten sich alle, die sich ein Biotop, einen Pool oder einen Schwimmteich zulegen, zuerst eingehend mit dem Thema Sicherheit auseinandersetzen, so die Entwickler des Armbands. „Natürlich gibt es eine Vielzahl von Sicherheitsvorkehrungen wie spezielle Abdeckungen, Schwimmbad-Überdachungen , Rollschutz oder eben dieses spezielle „Moby-Kid-System". An oberster Stelle steht jedoch die Aufsichtspflicht. Kinder dürfen sich nie alleine und unbeaufsichtigt in unmittelbarer Nähe eines Gewässers aufhalten. Zudem ist es sinnvoll, sobald wie möglich mit dem Schwimmen zu beginnen", unterstreicht Harald Kogler den Sicherheitsgedanken.

Vor ungeeigneten Schwimmhilfen wie Schwimmreifen, Luftmatratzen oder aufblasbaren Tieren warnt das Rote Kreuz. Die Kinder können leicht durchrutschen.

(rep)

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