Viele Besitzer von Photovoltaik-Anlagen greifen bei der Reinigung ihrer Module zu handelsüblichem Spülmittel. Doch genau das kann ein schwerer Fehler sein.
Forschende der Universität Turku haben untersucht, wie verschiedene Reinigungsmittel die Leistung von Solarmodulen beeinflussen. Die meisten Produkte - darunter Glasreiniger und Isopropanol - sind unbedenklich. Eines jedoch nicht: Spülmittel.
Das Problem liegt in der Antireflexbeschichtung des Solarglases, heißt es auf chip.de unter Berufung auf pv-magazine.de. Spülmittel verändert die optischen Eigenschaften dieser Beschichtung und reduziert die Lichtdurchlässigkeit um bis zu vier Prozent. Selbst nach gründlichem Abspülen bleiben Rückstände zurück.
"Unsere Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, bei der Reinigung geeignete Mittel für die Solarmodule zu verwenden, um langfristige Leistungseinbußen zu vermeiden", sagt Professorin Kati Miettunen von der Universität Turku.
Die Wissenschaftler empfehlen, vollständig auf Spülmittel zu verzichten. Stattdessen kannst du zu Glasreinigern, Isopropanol oder speziellen Solarmodulreinigern greifen. Diese erzielten in der Studie gute Ergebnisse, ohne die Beschichtung anzugreifen.