In der Früh müssen wir den Nachtfrost von den Autoscheiben kratzen, am Nachmittag schwitzen wir bei frühlingshaften 15 Grad. Dieses Wetter macht uns einfach verrückt. So geht?s weiter.
In der Früh müssen wir den Nachtfrost von den Autoscheiben kratzen, am Nachmittag schwitzen wir bei frühlingshaften 15 Grad. Dieses Wetter macht uns einfach verrückt. So geht´s weiter.
Knapp 15 Grad hatte es am Mittwoch Nachmittag in Innsbruck, in Mariazell kam es auf 12,4 Grad. Das sonnig-milde Wetter ist für die Jahreszeit unüblich, meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD). Und auch nicht von Dauer, denn Hoch Erika im Osten und Tief Pierre, der dem sonnigen, trockenen Erika den Garaus macht, ringen miteinander.
Frühlingsgefühle
Die Temperaturen wecken bei vielen Menschen die ersten Frühlingsgefühle. Es ist zwar erst Mitte Februar, tatsächlich gibt es aber schon untrügliche Zeichen, dass sich der Winter seinem Ende entgegen neigt. Das verbreitet sonnige Wetter und die zunehmende Tageslänge sorgen bei vielen Menschen für gute Laune. Das herannahende Tief sorgt bei vielen aber für Verstimmungen, der Körper kennt sich nicht mehr aus und reagiert mit Müdigkeit und Schlappheit.
Die Tageslänge beträgt mittlerweile knapp über zehn Stunden und damit zwei Stunden mehr als zu Zeiten der Wintersonnenwende. Durch den höheren Sonnenstand nimmt auch bei bedecktem Himmel die Helligkeit zu. Ganztags trübe Tage durch Hochnebel kommen immer seltener vor. Und mit der Tageslänge geht es weiterhin steil bergauf, sie nimmt aktuell pro Tag um drei bis vier Minuten zu.
Noch hält das Hoch in Österreich an und bringt auch am Donnerstag viel Sonne und einen milden Nachmittag. Die höchsten Temperaturen: 6 bis 14 Grad. Aber: Eine Front zieht am Freitag von Deutschland heran. Zeitweise regnet oder schneit es. Nachmittagstemperaturen: zwischen 2 Grad im Waldviertel und bis zu 12 Grad in Kärnten.
Am Samstag unbeständig und kühl. Im Großteil Österreichs dichte Wolken und Regen oder Schneefall. Maximal nur noch 0 bis 8 Grad. Am Sonntag teils sonnig, teils trüb und meist kühl. Die höchsten Temperaturen: 0 bis 8 Grad.
Am Montag trocken und zunehmend sonnig, am längsten trüb im Süden. Höchstwerte: 5 bis 11 Grad.
Am Dienstag im Norden und Osten ausgedehnte Wolkenfelder und kräftiger Westwind. Mehr Sonne im Westen und Süden, allerdings ebenfalls dazwischen Wolken. Mild mit 7 bis 15 Grad.
Kaltlufteinbrüche mit Schnee bis in tiefe Lagen sind zwar auch noch im März oder Anfang April möglich, aber im Mittel steigen vor allem tagsüber die Temperaturen in den kommenden Wochen kontinuierlich an. Wenn in der Nacht Schnee fällt und liegen bleibt, überlebt dieser in tieferen Lagen den Tag oft nicht, weil er selbst bei bedecktem Himmel und Temperaturen um den Gefrierpunkt durch die stärkere Globalstrahlung dahinschmilzt.
Pflanzen- und Tierwelt
Blickt man auf Gärten und Natur, dann fallen weitere Frühlingszeichen auf. So sind in thermisch begünstigten Regionen wie dem Inntal oder dem Rheintal örtlich bereits erste Erlen und Haseln blühbereit. Sobald die Temperatur in Richtung der 10-Grad-Marke steigt, müssen sich Vor allem in sonnigen Hanglagen gibt es zudem Schneeglöckchen, auch erste Frühlings-Krokusse brechen durch das Erdreich und erblühen im Sonnenlicht. Den nahenden Frühling kann man weiters auch schon akustisch wahrnehmen, denn vor allem in den Morgenstunden und in der Abenddämmerung zwitschern verbreitet die Amseln sowie andere Singvögel.
Katzen paaren sich schon
VIER PFOTEN weist darauf hin, dass Katzen nun mit den Vorbereitungen auf ihre Paarungszeit beginnen: Sie miauen lautstark und werben damit um einen Partner. „Wer im Frühjahr nicht mit einem Wurf Maikätzchen überrascht werden möchte, sollte sich jetzt um die Kastration seiner Katze kümmern“, sagt VIER PFOTEN Expertin Alexandra Bauer. „So trägt die eigene Katze auch nicht zur Vermehrung der Streunerkatzen bei.“