Dieses Zeug verstopft Ihre Schränke

Viele Sachen lagern irgendwo, ohne dass wir sie wirklich brauchen. Wenn wir ausmisten, gewinnen wir Platz – und vermissen vermutlich nichts.

Ein halb leerer, übersichtlich eingeräumter Schrank – die meisten Menschen können davon nur träumen, denn allzu viele Dinge häufen sich an und verstopfen Regale, Kästen und Kommoden. Häufig werden sie kaum oder gar nie gebraucht. Also höchste Zeit, mal wieder auszumisten. Deshalb hier die Hitliste der Schrankverstopfer laut einer nicht repräsentativen Umfrage im Freundes- und Bekanntenkreis:

Die praktischen Plastikbehälter haben nicht nur die Tendenz, sich ständig zu vermehren, sie lassen sich auch nur schwer stapeln, und wenn man sie mal braucht, findet man den Deckel dazu nicht. In normalen Haushalten reichen vier bis fünf Stück, dafür gerne solche mit passendem Deckel, die sich auch ineinanderstapeln lassen.

Ja, Häferl braucht es schon für die heißen Getränke. Aber niemand benötigt eine extra Tasse für den Tee, eine für den Kaffee und eine für die heiße Schokolade. Und all die Souvenirtassen ("Aloha from Hawaii" mit dem kaum noch erkennbaren Delfin im Sonnenuntergang) sind wirklich nicht mehr als eine Erinnerung und haben im Küchenschrank nichts zu suchen.

Das ist ein typisches Frauen-Phänomen: Weder Shampoo noch Conditioner werden konsequent aufgebraucht, bevor man Nachschub kauft. Vielmehr stapeln sich auf dem Badewannenrand Shampoo und Pflegemittel für wirklich jeden Haarzustand, von schlaff bis kraus, trocken bis fettig, spröde bis splissig. Also erst mal all die angebrochenen Flaschen aufbrauchen.

Da nimmt man sich ständig vor, nur noch mit dem Jutebeutel oder dem hübschen Korb einkaufen zu gehen, und trotzdem steht man dann an der Kassa ohne Behältnis da und kauft ein Papiersackerl oder nimmt eine Plastiktüte. Das ist nicht nur ökologisch unsinnig, die vielen Sackerl und Taschen quellen zu Hause aus den Regalen und werden frühestens beim Auszug wiederverwendet. Für den nächsten Einkauf gilt: nicht ohne meine Einkaufstasche!

Eines der großen Mysterien für Hausfrauen und Hausmänner bleibt das Verschwinden der einen Socke während des Waschvorgangs. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, und deshalb muss die einsame Socke im Schrank darauf warten, dass sein Zwilling vielleicht eines Tages wieder auftaucht. Tut sie erfahrungslaut nicht, also in den Abfall damit!

Eigentlich wollte man schon längst den spannenden Artikel über das Paarungsverhalten des Grottenolms lesen, und da war doch noch irgendwo ein Rezept drin, das man unbedingt mal nachkochen möchte. Inzwischen reicht aber der Stapel der noch zu lesenden Zeitschriften ins Jahr 2013 zurück – ab damit ins Altpapier.

Ob Handtücher oder Badetücher – aus irgendeinem Grund trennt man sich von denen einfach ungern. Selbst wenn sie schon total verwaschen oder fadenscheinig sind, stapeln sie sich im Schrank. Dabei benützt man immer dieselben, nämlich die ganz vorne. Also weg mit dem Barbie-Badetuch ganz hinten aus längst vergangenen Zeiten. (Red)

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