Coronavirus

Diplomatische Krise, weil Impfchefin "Sputnik" kränkte

Im ORF hatte AGES-Abteilungschefin Christa Wirthumer-Hoche "Sputnik" mit einem russischen Roulette verglichen. Der Kreml zeigte sich gekränkt.
09.03.2021, 19:48

Bei der ORF-Sendung "Im Zentrum" hatte die AGES-Abteilungsleiterin und EMA-Verwaltungsratsvorsitzende Christa Wirthumer-Hoche vor einer Notfallzulassung des russischen Corona-Impfstoffes "Sputnik" gewarnt und wörtlich mit "russischem Roulette" verglichen.

Kreml verärgert

Kreml-Sprecher Dmitri Peskow kritisierte die Äußerungen, auch der Sputnik-Hersteller zeigte sich auf "Twitter" unglücklich mit der Äußerung. Der Impfstoff "Sputnik" ist immerhin in über 60 Ländern anerkannt und mittlerweile auch in einigen europäischen Länder zugelassen. 

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Die Kommentare seien unangemessen und würden die Glaubwürdig der "EMA" und des Prüfverfahrens untergraben. Auch der slowakische Regierungschef Igor Matovic attackierte Wirthumer-Hoche via Facebook: "Wir würden uns alle wünschen, dass Sie bei der EMA in den nächsten Monaten 24 Stunden am Tag arbeiten, damit Sie nicht drei Monate, sondern drei Wochen brauchen, um neue Impfstoffe zu genehmigen. Es geht um Menschenleben und nicht nur um eines."

Das sagt AGES

Die AGES meinte, dass Christa Wirthumer-Hoche bedaure, dass die Aussage widersprüchlich verstanden wurde. Sie habe nur gemeint, dass es fahrlässig wäre, den Impfstoff breitflächig anzuwenden, ohne die Daten zu Sicherheit, Wirksamkeit und Qualität ausreichend zu kennen.