Direktoren üben Kritik an Deutschförderklassen

Kritik an Deutschförderklassen.
Kritik an Deutschförderklassen.Bild: picturedesk.com
Die von Türkis-Blau geplanten Deutschförderklassen sollen in fünf Monaten starten. AHS-Direktoren sind mit dem Vorhaben nicht ganz einverstanden.

Jene Schüler, die kaum Deutsch können, sollen an Volksschulen 15 Stunden pro Woche und an Neuen Mittelschulen sowie AHS-Schulen 20 Stunden wöchentlich in separaten Förderklassen unterrichtet werden.

Die Wiener AHS-Direktorenvertreterin Ursula Madl kritisiert das Vorhaben im Gespräch mit Ö3. Besser wäre es, wenn die Schulvorsteher selbst über eigene Deutschklassen entscheiden könnten. Zudem seien 20 Stunden pro Woche vor allem für Schüler, "die fachlich in einer anderen Schule schon viel gelernt haben", zu viel.

Das Bildungsministerium rechnet eigenen Angaben zufolge mit rund 32.500 Schülern, die an den Deutschförderklassen teilnehmen sollen.

Kritik an den Maßnahmen kam vor wenigen Wochen auch von der ehemaligen Unterrichtsministerin Sonja Hammerschmid, die vor allem die konkrete Ausgestaltung hinterfragt. Außerdem "sollten SchülerInnen mit Deutsch als Zweitsprache nicht von den anderen SchülerInnen separiert werden", bekrittelte die SPÖ-Politikerin. Bildungsminister Heinz Faßmann hält diese "temporäre Maßnahme" jedenfalls für förderlich.

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(Red)

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